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ÖAMTC-Flugrettung: Uneingeschränkter Betrieb aller Notarzthubschrauber trotz COVID-19

18.03.2020

Wien (A) ::  “In allen österreichischen Bundesländern ist die ÖAMTC-Flugrettung seit Jahrzehnten Garant für eine verlässliche Notfallversorgung aus der Luft“, betont Geschäftsführer Reinhard Kraxner.

Umfangreiche Vorbereitungen für Versorgungssicherheit

Trotz der derzeit für alle herausfordernde Situation, wird sich das auch in den kommenden Tagen und Wochen nicht ändern. “Wir haben an unseren 16 Stützpunkten umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um unsere Aufgaben auch weiterhin in vollem Umfang erfüllen zu können“, erläutert Kraxner. “Dazu zählen neben einer Adaptierung der Dienstpläne, die auf möglichst wenige Einzelkontakte abzielt, etwa das Auffüllen der Treibstoff-Vorräte sowie die Bemühung um einen ausreichend hohen Lagerstand an Desinfektionsmittel und Schutzbekleidung.“ Darüber hinaus verfügt die ÖAMTC-Flugrettung über ausreichend Piloten, Flugretter und Notärzte, um alle Christophorus Notarzthubschrauber täglich mit einer professionellen und erfahrenen Crew besetzen zu können. “Auch die Aufrechterhaltung des rund-um-die-Uhr Betriebes am Christophorus 2 sowie der verlängerten Dienstzeiten in Wiener Neustadt, Niederöblarn und Klagenfurt ist für uns eine Selbstverständlichkeit“, unterstreicht Kraxner.

Die ÖAMTC-Flugrettung stellt trotz COVID-19 den uneingeschränkten Betrieb aller Notarzthubschrauber sicher

Die ÖAMTC-Flugrettung stellt trotz COVID-19 den uneingeschränkten Betrieb aller Notarzthubschrauber sicher

Foto: ÖAMTC/Postl

Ein Blick auf die Einsatzstatistik der Christophorus-Flotte der vergangenen Tage zeigt, dass es natürlich auch trotz des eingeschränkten öffentlichen Lebens zu lebensbedrohlichen Erkrankungen und schweren Unfällen kommt. “In allen neun Bundesländern können sich die Menschen darauf verlassen, dass die Hilfe aus der Luft zusammen mit unseren Partnern funktioniert“, betont Kraxner. “Und da machen wir keinen Unterschied, ob sich der Notfall in einer Sperrzone oder außerhalb ereignet hat.“

Selbstverständlich hat die Sicherheit der Crews der ÖAMTC-Flugrettung oberste Priorität. “Hochinfektiöse Patienten gibt es immer wieder“, betont Notarzt Wolfgang Voelckel, Medizinischer Leiter der ÖAMTC Flugrettung. “Daher haben wir für solche Einsätze genau geregelte Vorgehensweisen, die wir laufend nach den neuersten Entwicklungen und Erkenntnissen zu COVID-19 anpassen. Unsere Crews sind mit diesen Maßnahmen bestens vertraut und erhalten fortlaufende Schulungen. So wurde beispielsweise auch in kurzer Zeit ein Video erstellt, das das richtige An- und Ablegen der Schutzkleidung zeigt.“ Gemeinsam mit ihren Partnern arbeitet die ÖAMTC-Flugrettung permanent daran, unter jeglichen Rahmenbedingungen eine medizinische Notfallversorgung auf höchstem Niveau zu bieten. Denn Lebensrettung ist Teamarbeit – vor allem in krisenhaften Zeiten.

Autor(en)
Originaltext Pressemitteilung der ÖAMTC-Flugrettung
Quelle(n):
Pressemitteilung “ÖAMTC-Flugrettung: Uneingeschränkter Betrieb aller Notarzthubschrauber“ der ÖAMTC-Flugrettung vom 17.03.2020

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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