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Faszination Luftrettung

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Einsatzarten - der Sinn der Luftrettung

Die Installation von Hubschrauberstützpunkten für die Luftrettung ist in Deutschland unmittelbar der Besserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung zugute gekommen.
Rettungshubschrauber werden zu einer Vielzahl unterschiedlicher Ereignisse gerufen. Prinzipiell unterscheidet man:

  • Primäreinsätze, deren Ziel die schnelle Notfallversorgung eines Patienten und dessen Zuführung zu einer Klinik ist,
  • Sekundäreinsätze, bei denen Patienen von einem Krankenhaus in ein anderes überführt werden, und
  • andere Aufträge wie Organtransporte, Blutkonserventransfer, Suchflüge und dergleichen.

Primäreinsätze

Bei Primäreinsätzen im Rettungsdienst gibt es festgelegte sog. "Indikationskataloge", in welchen Verletzungs- und Erkrankungsmuster aufgeführt sind, welche einen Notarzteinsatz erfordern. Diese Notfälle können, falls kein bodengebundenes Notarzt-Fahrzeug zur Verfügung steht, von einem Hubschrauber übernommen werden. Parallel wird bei Primäreinsätzen auch mindestens ein Rettungswagen am Boden alarmiert.

Sekundärflüge

Vorrangig für Sekundäreinsätze werden seit den 1990er Jahren sogenannte Intensiv-Transporthubschrauber (ITH) vorgehalten. Ihre Ausrüstung ist dazu gegenüber Rettungshubschraubern (RTH) erweitert, meist sind die verwendeten ITH-Maschinen größer.

Standortnetz

Eine Vielzahl von Hubschrauber-Stützpunkten garantiert nahezu flächendeckend auf dem Gebiet der Bundesrepublik schnelle Hilfe durch Rettungshubschrauber. In der Regel vergehen auch in entlegenen Gebieten ab der Alarmierung keine fünfzehn Minuten, bis der Hubschrauber eintrifft. Alarmiert werden die Rettungshubschrauber von der zuständigen Rettungsdienst-Leitstelle. Im Notfall wählen Sie den Euronotruf 112. Die Leitstelle entscheidet, welche Einheit(en) sie zur Einsatzstelle entsendet.

Die meisten Hubschrauber der Luftrettung sind in erster Linie schnelle Notarztzubringer!

Die meisten Hubschrauber der Luftrettung sind in erster Linie schnelle Notarztzubringer!

Foto: Harald Rieger

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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