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Ausstattung der Hubschrauber

Die medizinische Ausstattung der einzelnen Hubschrauberstandorte unterscheidet sich in Details z.T. erheblich, jedoch ist stets eine gewisse Basisausstattung vorhanden. Im Prinzip ist die Ausstattung der Rettungshubschrauber (RTH) durchaus mit der eines Notarztwagens am Boden vergleichbar. Intensiv- Transporthubschrauber (ITH) sind oftmals darüber hinaus wie ein Intensivtransportwagen (ITW) ausgerüstet. (ITW werden am Boden für intensivmedizinische Patientenverlegungen genutzt.)

Folgende Geräte sind stets vorhanden:

  • EKG / Defibrillator
  • Beatmungsgerät (Notfallrespirator / Intensivrespirator)
  • Absaugpumpe
  • Immobilisationsmaterial (HWS, WS, Extremitäten, KED)
  • Notfallkoffer- bzw. Notfallrucksacksystem
  • Gerät zum Monitoring
  • Material zur SpO2-Messung (Pulsoxymetrie)
  • Equipment zur Blutdruckmessung (invasiv / noninvasiv)
  • Thoraxdrainageset
  • Antidote (Gegengifte)
  • Klinischer Sauerstoff (O2)
  • Spritzenpumpe(n) (mit Ausnahme einiger Standorte)
  • Krankentrage (z.T. auch Fahrtragensysteme)
  • Schaufeltrage

Örtlich kann die Ausstattung erheblich darüber hinausgehen. In vielen RTH und ITH kann ein Inkubator (Brutkasten) mitgeführt werden. Die Mindestausstattung für RTH ist mittlerweile festgelegt vornehmlich durch die EU-Normen DIN EN 13230-10 für Luftrettungsmittel, sowie DIN EN 13718-1 und DIN EN 13718-2. Deren Geltung erstreckt sich jeweils auch auf Flächenflugzeuge der Repatriierungsdienste zur Auslandsrückholung.

ITH sind speziell auf die Belange von Transferflügen hin ausgelegt, so dass eine klinisch bereits begonnene Intensivtherapie nicht durch den Lufttransport unterbrochen werden muss, sondern im Idealfall lückenlos aufrecht erhalten werden kann. Dies betrifft beispielsweise die Möglichkeit der Weiterführung eines komplexen Beatmungsmusters.

In jüngster Vergangenheit haben sich verschiedene Formen der Ultraschalluntersuchung als neuer Bestandteil der Ausstattung einiger Luftrettungsmittel etabliert. Ob sich dies weiter fortsetzt, ist noch unklar.

Technische Rettungsmittel

Folgende technischen Rettungsmittel dienen mancherorts der Erweiterung des Einsatzspektrums, abgestimmt auf die Belange des Einsatzgebietes des Rettungszentrums:

  • Rettungswinde zur Rettung aus schwierigen Lagen
  • Fixtausystem zur Bergrettung
  • Stehhaltegurtsystem, ermöglicht sicheres Arbeiten auf der Kufe im Flug
  • Hilfsgerät zur Wasserrettung
  • Zusatzausstattungen für Großschadensfälle

Vorgeschrieben sind solche Zusatz-Rettungsmittel nicht generell für Rettungshubschrauber, höchstens auf lokaler Ebene.

Hochmoderne Medizintechnik im Hubschrauber

Hochmoderne Medizintechnik im Hubschrauber

Foto: REGA

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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