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LAR stellt spendenfinanziertes EpiShuttle für Helikopter und zwei neue Isolationstragen für Ambulanzjets vor

10.07.2020

Luxembourg (LUX) ::  Gesagt, getan. Gerade einmal acht Wochen nach dem ersten Spendenaufruf konnte die LAR jetzt das erste von zwei dringend benötigten EpiShuttles in Betrieb nehmen.

Die speziellen Isolationstragen erlauben es, Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten wie COVID-19 in einer mobilen Isolierstation schnell und sicher zu transportieren. Für die Anschaffung dieser EpiShuttles mit Equipment und Einbaumaßnahmen sowie für die luftfahrttechnische Zulassung waren kurzfristig 250.000 Euro erforderlich, die nicht im Budget der LAR vorgesehen waren.

Wichtige Investition in mehr Sicherheit

„Wir danken unseren Spendern von ganzem Herzen, dass sie uns diese so wichtige Anschaffung für mehr Sicherheit ermöglicht haben“, freut sich René Closter, CEO und Präsident der Luxembourg Air Rescue. „Spezielle Situationen wie in den Corona-Zeiten erfordern spezielles Handeln. Dank der großzügigen Spenden haben wir bereits 160.000 Euro zusammenbekommen, um unseren ersten EpiShuttle samt Zubehör und Einbaumaßnahmen zu finanzieren! Diese Spezialausrüstung ist in Zeiten von COVID-19 und in Zukunft von entscheidender Bedeutung, um Leben zu retten und gleichzeitig Patienten und unsere Crew vor Infektionen zu schützen“, sagt René Closter.

Die LAR konnte jetzt  das erste von zwei dringend benötigten EpiShuttles in Betrieb nehmen

Die LAR konnte jetzt das erste von zwei dringend benötigten EpiShuttles in Betrieb nehmen

Foto: LAR

In einem EpiShuttle liegt der Patient auf einer Isolationstrage unter einer durchsichtigen Plastikkuppel. Über luftdichte Zugänge kann er an ein Intensivbeatmungssystem angeschlossen und zur gleichen Zeit behandelt und überwacht werden. Beatmungsschläuche sowie Versorgungsleitungen können sicher an die Geräte außerhalb der Isolationstrage angeschlossen werden. Didier Dandrifosse, Head of Medical bei der LAR, erklärt: „Ein weiterer Vorteil der EpiShuttles ist, dass die aufwendige Desinfektion der gesamten Hubschrauberkabine entfällt. Somit ist der Rettungshubschrauber deutlich schneller wieder für Notfälle startklar. Unser medizinisches Team wurde bereits für den sicheren Umgang mit diesem System geschult. Die Erfahrung mit Ebola kommt uns hier zugute.“

Zwei neue Isolationstragen für Learjets

Für den Transport von hochinfektiösen Patienten im Learjet wurden – mit freundlicher Unterstützung der Stiftung COVID-19, unter der Ägide der Fondation de Luxembourg – außerdem zwei weitere sogenannte Isolation Chambers angeschafft. Diese neuen Isolationstragen stehen damit ab sofort auch für die Patientenrückführung zur Verfügung, die für unsere Mitglieder kostenfrei ist. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die LAR eine hohe Anzahl COVID-19-Patienten transportiert. Für die Anschaffung eines weiteren dringend benötigten Shuttles fehlen derzeit noch rund 90.000 Euro.

Didier Dandrifosse, Head of Medical bei der LAR, erklärt: „Ein [...]Vorteil der EpiShuttles ist, dass die aufwendige Desinfektion der gesamten Hubschrauberkabine entfällt.“

Didier Dandrifosse, Head of Medical bei der LAR, erklärt: „Ein [...]Vorteil der EpiShuttles ist, dass die aufwendige Desinfektion der gesamten Hubschrauberkabine entfällt.“

Foto: LAR

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Quelle(n):
Pressemitteilung “Überwältigende Hilfsbereitschaft: LAR stellt spendenfinanziertes EpiShuttle für Helikopter und zwei neue Isolationstragen für Ambulanzjets vor“ der Luxembourg Air Rescue vom 9. Juli 2020

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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