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Covid-19: Verlegungshubschrauber “Christoph 112“ bleibt vorerst im Dienst

21.12.2020

Ludwigshafen (RPF) ::  Die Tageszeitung “Mannheimer Morgen“ berichtete heute online, dass der Verlegungshubschrauber “Christoph 112“ der Rhein-Neckar-Region vorerst erhalten bleiben werde. Autor Bernhard Zinke schreibt:

“Der Covid-Rettungshubschrauber ‘Christoph 112‘ bleibt mindestens bis Ende März in Ludwigshafen stationiert. Dies bestätigte die ADAC Luftrettung am Montag.“

Spannend ist dabei, dass dem “Mannheimer Morgen“ Einsatzzahlen vorliegen:

“Bisher hat der Hubschrauber mehr als 500 Einsätze geflogen, darunter rund 170 Verlegungsflüge. Bei jeder dritten Klinikverlegung handelte es sich um einen Covid-19-Patienten.“

Das Drittel von 170 entspricht also gut 50 transportierten Coronapatienten. Inwiefern sich aufgrund der wieder stark gestiegenen Infektionszahlen die Verlegungen von Covid-19-Patienten vermehrt in der Statikstik niederschlagen, bleibt abzuwarten. Die Einsatzstatistik zeigt, dass trotz einer bereits vorher guten Abdeckung durch andere Luftrettungsmittel (Christoph 5, Christoph 53, weitere RTH im Großraum) das hochwertige Rettungsmittel “Christoph 112“ auch primär oft zum Einsatz kam – speziell wenn man bedenkt, dass die Verlegungsflüge und gerade auch die Infektionstransporte sehr zeitaufwändig sind, so dass nur eine geringere Einsatzfrequenz als bei einem RTH möglich ist.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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