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Christoph 81 wird frühestens 2015 in Sinbronn landen

06.03.2014

Ansbach / Dinkelsbühl (BAY) ::  Am 26. Februar 2014 berichtete der Bayerische Rundfunk (BR), dass die Kosten für den Bau des Luftrettungsstandorts Dinkelsbühl-Sinbronn - dem Vernehmen nach soll der dort zu stationierende, dann 15. bayerische Rettungshubschrauber (RTH) den BOS-Funkrufnamen “Christoph 81“ tragen - bei rund vier Millionen Euro liegen werden. Bislang war von zweieinhalb Millionen Euro für den Flugplatz-Ausbau die Rede.

Größter Kostenfaktor sei die Erschließung des rund 7.000 Quadratmeter großen Geländes, so der Ansbacher Landrat Jürgen Ludwig (CSU) gegenüber dem BR. Ludwig, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach (ZRFAN), wolle nun Gespräche im Münchner Innenministerium wegen höherer staatlicher Zuschüsse führen. Auf Anfrage von rth.info hatte ZRFAN-Geschäftsführer Walter Schwab bereits am 7. Januar 2014 mitgeteilt, dass das Bayerische Staatsministerium des Innern einen “Zuschuss in Höhe von 50% der Baukosten, jedoch max. 1,25 Mio. Euro verbindlich zugesagt“ habe.

Am gestrigen Mittwoch (05.03.2014) teilte der ZRFAN-Geschäftsführer ergänzend mit, dass die Verbandsversammlung am 24. Februar beschlossen habe, “die Planungsaufträge für die Eingabeplanung zu vergeben [und] den Bauantrag für die RTH-Station einzureichen“. Schwab weiter: “Baubeginn soll Anfang Mai 2014 sein.“

Die EU-weite Ausschreibung solle allerdings erst “in der nächsten Verbandsversammlung am 28. April 2014 beschlossen werden“. Anfang Januar ging man im ZRFAN noch davon aus, dass die Bekanntmachung bereits in der Februarsitzung und die Vergabe an den künftigen Betreiber im zweiten Quartal erfolgen würden. Wie in Weiden in der Oberpfalz (“Christoph 80“) wird die Luftrettungsstation vom ZRFAN gebaut und später an den künftigen Betreiber vermietet.

Durch die zeitliche Verzögerung wird allerdings das bislang kommunizierte Inbetriebnahmedatum “Mitte 2014“ (in seiner anfänglichen Euphorie sprach Innenminister Herrmann noch im Frühsommer 2012 gar von “Ende 2013“) nicht mehr zu halten sein. Nun ist vom ersten Quartal 2015 die Rede. Die luftrechtliche Genehmigung des Sonderlandeplatzes seitens des zuständigen Luftamts Bayern-Nord in Nürnberg steht jedoch noch aus. Derzeit läuft das Anhörungsverfahren mit Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Die Frist hierfür läuft am 15. April 2014 ab.

 

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Autor(en)
Jörn Fries