Direkt zum Inhalt...

rth.info

Faszination Luftrettung

rth.info - Faszination Luftrettungzur Startseite


Dinkelsbühl: Christoph 65 fliegt ab September

09.06.2015

Dinkelsbühl (BAY) ::  Wie ADAC Luftrettung gGmbH und Landratsamt Ansbach auf Anfrage von rth.info übereinstimmend mitteilten, wird “Christoph 65“ Anfang September 2015, also rund zweidreiviertel Jahre nach der Entscheidung für den Standort Dinkelsbühl-Sinbronn, seinen Dienst am dortigen ADAC-Luftrettungszentrum aufnehmen. Am Mittwoch, den 2. September wird es einen offiziellen Festakt geben, teilte der ADAC ergänzend mit.

Ob es für die Bevölkerung darüber hinaus auch einen Tag der offenen Tür oder Ähnliches geben wird, steht allerdings noch nicht fest. ADAC Luftrettung und der zuständige Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach (ZRF AN) stehen bezüglich weitergehender Planungen derzeit noch in Gesprächen.

Im Januar 2013 hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Dinkelsbühl-Sinbronn als 15. bayerischen RTH-Standort auserkoren, nachdem die von ihm avisierte Verlegung des ITH “Christoph Nürnberg“ als Dual-Use-RTH in den Raum Nordschwaben/Westmittelfranken unter anderem am Veto des Nürnberger Oberbürgermeisters Dr. Ulrich Maly (SPD) gescheitert war. Seinerzeit ging Herrmann noch von einer Betriebsaufnahme im Laufe des Jahres 2013 aus (rth.info berichtete fortlaufend).

Zum Einsatz kommen wird in Dinkelsbühl eine EC 135, wie die ADAC Luftrettung gGmbH auf Anfrage bestätigte.

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
Jörn Fries

Info-Abschnitt überspringen

Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

Alle Fachbegriffe...