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Betrieb des LRZ Sinbronn ausgeschrieben

05.08.2014

Ansbach / Dinkelsbühl (BAY) ::  Mit der Veröffentlichung des Auswahlverfahrens am 29. Juli 2014 im Amtsblatt der Europäischen Union hat die Suche nach einem geeigneten Betreiber der geplanten Luftrettungsstation in Dinkelsbühl-Sinbronn begonnen.

“Wir haben damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu unserem Rettungshubschrauber erreicht, der die Luftrettungslücke im Landkreis Ansbach und im nördlichen Landkreis Donau-Ries endlich schließen wird“, so der Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF AN), Landrat Dr. Jürgen Ludwig in einer Pressemitteilung des Landkreises Ansbach vom 4. August 2014.

Die Ausschreibung läuft noch bis zum 29. September 2014, danach wird der ZRF AN eine Entscheidung über den geeigneten Betreiber treffen. Durch einen Beschluss des ZRF AN im Juli war der Weg für das EU-weite Auswahlverfahren geebnet worden. Laut Bekanntmachungstext soll ab 1. August 2015 in Sinbronn eine EC 135 zum Einsatz kommen, der Funkrufname für den RTH wurde indes noch nicht endgültig festgelegt.

Parallel zu der Suche nach einem geeigneten Betreiber wird ab August die Luftrettungsstation am Flugplatz in Sinbronn errichtet. Der symbolische Spatenstich, der den Beginn der Bauphase markiert, findet am morgigen Mittwoch (06.08.2014) in Dinkelsbühl-Sinbronn statt. Bei dem Festakt wird der Bayerische Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann MdL, anwesend sein. rth.info wird hierüber gesondert berichten.

Der ZRF AN wird die neue Luftrettungsstation am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn selbst errichten und diese dem Durchführenden entsprechend der Laufzeit des öffentlich-rechtlichen Vertrages im Wege eines Mietverhältnisses gegen Kostenerstattung überlassen. Die Ausschreibung der einzelnen Gewerke erfolgte bereits im Juni.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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