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Herrmann: “Start des Sinbronner RTH noch in 2013 nicht einzuhalten“

07.04.2013

Dinkelsbühl (BAY) ::  Nach einem Bericht der “Schwäbischen Post“ (online-Ausgabe vom 04.04.2013) dürfte sich der erste Start eines Rettungshubschraubers (RTH) vom Flugplatz in Dinkelsbühl-Sinbronn noch etwas hinziehen.

Nach jüngsten Einschätzungen des Bayerischen Innenministeriums sei der von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) anvisierte Termin Ende 2013 nicht einzuhalten, so die “Schwäbische Post“. Allein das Auswahlverfahren könne bis zu vier Monate dauern und für Planung und Bau müssten mindestens neun Monate vorgesehen werden. Die Aufnahme eines provisorischen Betriebs sei so frühestens im März 2014 möglich.

Immerhin sei laut “Schwäbischer Post“ als positiv zu werten, dass sich die bayerischen Krankenkassen einem Standort in Dinkelsbühl nicht entgegenstellen wollen und schon einmal um eine Beteiligung des Freistaates an den Investitionskosten von rund 2,5 Millionen Euro gebeten haben. Dies brachte den Crailsheimer Landtagsabgeordneten Dr. Friedrich Bullinger (FDP/DVP) auf die Idee, den baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall (SPD) zu rügen. Der stellvertretende Chef der FDP-DVP-Fraktion im Stuttgarter Landtag richtete ein persönliches Dankschreiben an den bayerischen Innenminister, “weil dieser Helikopter ja auch den Menschen im Virngrund und drumherum zugute kommen wird“. Bullinger bezeichnete es in seinem Brief als völlig unverständlich, dass sich der baden-württembergische Innenminister „hartnäckig“ gegen eine Mitfinanzierung gewehrt habe und nannte dieses Verhalten ein „peinliches Possenspiel“.

Dass für die Finanzierung des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg die Krankenkassen als Kostenträger zuständig sind, war FDP/DVP-Mann Bullinger offensichtlich entgangen, wie auch den regionalen Tageszeitungen im bairisch-württembergischen Grenzland, dass der RTH in der öffentlich-rechtlichen Notfallrettung nur eine ergänzende Funktion zum bodengebundenen Rettungsdienst hat und die Luftrettung witterungsbedingte Einschränkungen unterliegt. rth.info wird auch weiterhin über den Fortgang berichten.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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