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Bayern fördert weiteren RTH-Standort - freiwillig

19.04.2013

München/Dinkelsbühl (BAY) ::  Auf Betreiben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) haben die Koalitionsfraktionen aus CSU und FDP einen Antrag in den Bayerischen Landtag eingebracht mit dem Ziel, dass sich der Freistaat Bayern an den Investitionskosten für einen zusätzlichen Rettungshubschrauber in der Region südwestliches Mittelfranken und nordwestliches Schwaben beteiligen kann. Am Mittwoch (17.04.2013) hat der Kommunal- und Innenausschuss des Bayerischen Landtags dem Antrag zugestimmt.

„Ich bin zuversichtlich, dass jetzt auch der Landtag dem Votum des Innenausschusses folgt und Anfang Mai grünes Licht dafür gibt, dass sich der Freistaat mit rund einer Million Euro an den Investitionskosten beteiligt“, wird Herrmann auf seiner eigenen Internetseite zitiert (siehe Kontextbereich dieser News).

Der bayerische Innenminister hatte zuvor intensiv mit den Sozialversicherungsträgern als Kostenträger des Rettungsdienstes verhandelt und beide Verhandlungspartner hatten sich auf diese Lösung geeinigt. Herrmann dazu: “Es wird sich um eine freiwillige Leistung des Freistaats handeln. Ich bin sehr froh, dass wir mit allen Beteiligten diese pragmatische Finanzierungslösung im Interesse der Menschen in der Region westliches Mittelfranken und nördliches Schwaben gefunden haben“, so Herrmann weiter. Sobald der Landtag den Antrag beschlossen habe, werde das Innenministerium offiziell den Standort für den Hubschrauberlandeplatz festlegen und den zuständigen Zweckverband bitten, das weitere Verfahren in die Wege zu leiten, heißt es auf der Website des CSU-Politikers.

Der Hubschrauber soll in Dinkelsbühl-Sinbronn stationiert werden, wie rth.info bereits mehrfach berichtete (siehe unsere Chronologie), und damit eine notfallmedizinische Versorgungslücke im bayerisch-württembergischen Grenzgebiet schließen.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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