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RTH für Westmittelfranken und Nordschwaben: Träger bestimmt

07.03.2013

Ansbach / Dinkelsbühl (BAY) ::  Laut einer Meldung des in Nürnberg ansässigen privaten TV-Senders “Franken Fernsehen“ wird der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Ansbach als neuer Träger für den Betrieb des geplanten Rettungshubschraubers für Westmittelfranken und Nordschwaben eintreten.

Am Dienstag, den 6. März habe dies die Verbandsversammlung im Ansbacher Landratsamt einstimmig beschlossen. Zudem solle der vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Ende Januar favorisierte Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn (rth.info berichtete) Standort des RTH für Westmittelfranken und Nordschwaben werden.

Der ZRF Ansbach hat sich nun um die praktische Umsetzung zu kümmern. Er wurde beauftragt, Verhandlungen für ein entsprechendes Grundstück zu führen. Ebenfalls Aufgabe des Verbandes ist das Einholen der erforderlichen luftrechtlichen Genehmigung, die Planung notwendiger Gebäude und die Suche nach einem Betreiber.

Die Finanzierung des dann 15. bayerischen Rettungshubschraubers ist dagegen nach wie vor offen. Bayerns Innenminister Herrmann führt seit geraumer Zeit Verhandlungen mit den Krankenkassen, die letztendlich für den Betrieb des Hubschraubers aufkommen müssen. Eine Lösung soll bis Ende des Monats gefunden werden, so Herrmann am 31. Januar gegenüber den betroffenen Landräten und Oberbürgermeistern.

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Autor(en)
Jörn Fries
Quelle(n):
Franken-Fernsehen-News "Neuer Träger für Rettungshubschrauber" vom 06.03.2013

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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