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ITH in Niebüll ab 01.01.2005?

16.11.2004

Aabenraa (DK) ::  Am 11.11.2004 berichtete die Tageszeitung "Der Nordschleswiger", ein deutschsprachiges Blatt mit Sitz in Dänemark, über Neuigkeiten bezüglich der Verlegung des Intensivtransporthubschraubers (ITH) "Christoph 52" von Itzehoe nach Niebüll.

Der Schleswig-Holsteiner Ersatzkassenverband habe sich zuversichtlich geäußert, dass der Hubschrauber im neuen Jahr in Niebüll den Betrieb aufnehmen werde - es stehe nur noch eine Verhandlungsrunde an; und Jens Andresen, Vorsitzender des amtskommunalen Gesundheitsausschusses, habe den 01.01.2005 als Stichtag des Wechsels genannt. Generell sei festzustellen, dass sich die deutschen Partner zurückhaltender äußerten als das zuständige dänische Amt. Dies sei vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass auf deutscher Seite deutlich mehr Institutionen in die Verhandlungen eingebunden seien.

Die allgemeine Ortskrankenkasse Schleswig-Holstein, die den ITH mitfinanziert, vermisse noch einen Haushaltsplan für den Betrieb des ITH in Niebüll sowie ein Angebot zur nötigen Sanierung der Standortinfrastruktur am neuen Stützpunkt. Beides solle von der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF), die den ITH betreibt, eingereicht werden. Dies habe Dieter Konietzko, AOK-Sprecher, der Zeitung mitgeteilt. Die DRF habe angegeben, die seitens der AOK geforderten Materialien derzeit auszuarbeiten.

Wie berichtet soll der ITH vor allem aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus nach Niebüll verlegt werden, um die sonst nötige Schließung eines Schleswig-Holsteinischen Rettungshubschrauber-Standortes zu vermeiden. Dabei wird der Flugbetrieb auf den Tagflug beschränkt, während der Rettungshubschrauber aus Rendsburg im Gegenzug seine Einsatzbereitschaft auf "Rund um die Uhr" erweitert hat.

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Autor(en)
PPR
Wir danken für Unterstützung:
Jan Osnabrügge
Quelle(n):
Dänische Tageszeitung "Der Nordschleswiger"

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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