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Umzug von “Christoph 42“ nach Schachtholm verzögert sich auf unbestimmte Zeit

03.10.2019

Rendsburg und Schachtholm (SH) ::  Mitte Juli berichtete der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) auf seiner Onlineseite www.shz.de, dass der am Nord-Ostsee-Kanal gelegenen Flugplatz Schachtholm bereit sei, den zurzeit noch an der Imland-Klinik Rendsburg stationierten 24-Stunden-Dual-Use-Rettungshubschrauber “Christoph 42“ der DRF Luftrettung aufzunehmen. rth.info hatte bereits mehrfach über diese Absicht berichtet (siehe ArchivNEWS am Ende des Beitrags). Das Baurecht läge nun vor, man könne mit den erforderlichen Umbaumaßnahmen starten, hieß es zuletzt (siehe Weblinks im Kontextbereich dieser News).

Im Fokus: der an der Imland-Klinik in Rendsburg stationierte 24-Stunden-Dual-Use-ITH “Christoph 42“ der DRF Luftrettung (hier zu sehen: die EC 145 mit normalem Heckrotor)

Im Fokus: der an der Imland-Klinik in Rendsburg stationierte 24-Stunden-Dual-Use-ITH “Christoph 42“ der DRF Luftrettung (hier zu sehen: die EC 145 mit normalem Heckrotor)

Foto: Jörn Fries

Am Flugplatz Schachtholm wartet man noch immer auf den seit Jahren angekündigten Umzug des Rendsburger 24-Stunden-Dual-Use-RTH “Christoph 42“ der DRF Luftrettung

Am Flugplatz Schachtholm wartet man noch immer auf den seit Jahren angekündigten Umzug des Rendsburger 24-Stunden-Dual-Use-RTH “Christoph 42“ der DRF Luftrettung

Foto: Jörn Fries

Auf Anfrage von rth.info konnte Stefanie Kapp von der Stabsstelle Kommunikation und Marketing der DRF Luftrettung Ende September weder einen Termin für den bereits vor zwei Jahren avisierten Musterwechsel von der EC 145 auf die H145 noch für die geplante Verlagerung der Station an den Flugplatz Schachtholm mitteilen. Die Gespräche zur geplanten Verlegung der Station [sind] noch nicht abgeschlossen, hieß es. Es dürften Gespräche mit den Kostenträgern gemeint sein, denn schließlich müssen diese bzw. die Versichertengemeinschaft für die entstehenden Umzugs- und Maschinenwechselkosten aufkommen.

Und so startet und landet der 24-Stunden-Dual-Use-RTH “Christoph 42“ auch weiterhin an der Imland-Klinik im Herzen von Rendsburg

Und so startet und landet der 24-Stunden-Dual-Use-RTH “Christoph 42“ auch weiterhin an der Imland-Klinik im Herzen von Rendsburg

Foto: Jörn Fries

Das für das Rettungswesen im “Land zwischen den Meeren“ zuständige Landesministerium verwies für Anfragen zum Sachstand auf die DRF Luftrettung. Christian Kohl, Pressesprecher des Kieler Sozialministeriums, teilte Ende September auf Anfrage von rth.info mit: Ein Umzug ist von der bestehenden Betreiberin der Luftrettungsstation (DRF-Luftrettung) vorgesehen, weil ein Wechsel des Hubschraubermusters beabsichtigt ist. Die Planungshoheit für einen Umzug des RTH „Christoph 42“ liegt bei der DRF-Luftrettung. Vor einem Jahr, am 14. September 2018, titelte der SHZ allerdings noch: “Land will ‘Christoph 42‘ nach Schachtholm verlegen“. So stand es auch im EU-Amtsblatt, und als Umzugstermin war dort der 1. September 2019 genannt. Alles klar? Wohl eher nicht. Hatten DRF Luftrettung, Stadt Rendsburg, Imland-Klinik Rendsburg und Sozialministerium im Vorjahr voreilig eine Verabredung getroffen, ohne vorher mit den zuständigen Kostenträgern zu sprechen? Dieser Verdacht drängt sich unserem Autor förmlich auf.

rth.info wird die bisher noch schwer durchschaubare weitere Entwicklung im Blick behalten.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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