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Schleswig-Holstein: Gutachten empfiehlt weiteren RTH-Standort

30.07.2022

Kiel (SH) ::  Bereits im November 2021 hat das Kieler Sozialministerium den zuständigen Sozial- und Finanzausschüssen des Landtags von Schleswig-Holstein das Gutachten “Luftrettung für das Land Schleswig-Holstein“ überstellt. Das rund 180-seitige Gutachten war 2020/2021 von der antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB aus Köln erstellt worden.

Ziel des Gutachtens war es, “die Leistungsfähigkeit des Luftrettungssystems in Schleswig-Holstein zu untersuchen und mögliche Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten“. Die Gutachter stellen nach einer Analyse des Ist-Zustandes mögliche Verbesserungen der rettungsdienstlichen Versorgung durch Hubschrauber der Luftrettung vor, präsentieren Alternativen und priorisieren einzelne Maßnahmen.

Neben der potenziellen Verlegung der bestehenden Luftrettungsstationen zur besseren Abdeckung im “Land zwischen den Meeren“ sei kurzfristig auch die Einrichtung eines zusätzlichen RTH-Standorts im Südwesten von Schleswig-Holstein denkbar, heißt es in dem Gutachten.

Über das bereits seit neun Monaten im Internet frei verfügbare Gutachten wurde bislang nicht öffentlich diskutiert. Wir haben deshalb das Gutachten im Kontextbereich dieser News verlinkt.

Sinneswandel allerorten?

Zur Erinnerung: Vor rund zwanzig Jahren sollte nach dem Willen der Kostenträger die Luftrettung in Schleswig-Holstein auf zwei Standorte reduziert werden (rth.info berichtete mehrfach), nun sind vier öffentlich-rechtliche Standorte im Gespräch. Mit der seinerzeit heftig umstrittenen Verlegung von “Christoph 52“ (heute “Christoph Europa 5“) von Hohenlockstedt nach Niebüll an die dänisch-deutsche Grenze war schließlich ein Kompromiss gefunden worden, der nun zur Weiterentwicklung der Luftrettung in Schleswig-Hostein führen könnte.

In Ahrensbök OT Siblin betreibt das Bundesinnenministerium seit 2004 einen Zivilschutz-Hubschrauber-Standort (die Aufnahme aus dem Jahr 2019 zeigt “Christoph 12“ am Standort)

In Ahrensbök OT Siblin betreibt das Bundesinnenministerium seit 2004 einen Zivilschutz-Hubschrauber-Standort (die Aufnahme aus dem Jahr 2019 zeigt “Christoph 12“ am Standort)

Foto: Jörn Fries

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Die DRF Luftrettung hat im Jahr 2021 ihren 24/7/365-Rettungshubschrauber “Christoph 42“ von der Imland-Klinik im Herzen von Rendsburg an den Flugplatz Rendsburg-Schachtholm verlegt (die Aufnahme entstand am Tag des Umzugs)

Die DRF Luftrettung hat im Jahr 2021 ihren 24/7/365-Rettungshubschrauber “Christoph 42“ von der Imland-Klinik im Herzen von Rendsburg an den Flugplatz Rendsburg-Schachtholm verlegt (die Aufnahme entstand am Tag des Umzugs)

Foto: Jörn Fries

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Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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