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Augsburger Ausschreibung allseits ausgeschlagen

30.05.2012

Stand der Dinge

Diese Meldung haben wir gegen 12 Uhr online gestellt. Um 13 Uhr ist eine Erklärung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann angesetzt. Dabei soll laut Ministerium zum einen darüber gesprochen werden, wann und wie die von der Staatsregierung vor mehr als einem Jahr getroffene Entscheidung für die Stationierung eines Rettungshubschraubers in Augsburg vor Ort umgesetzt wird; ebenso werden mögliche Verbesserung der Luftrettung im südwestlichen Mittelfranken und im nordwestlichen Schwaben Thema sein.

Augsburg (BAY) ::  Nachdem im April vergangenen Jahres Augsburg nach langen Verhandlungen als neuer Rettungshubschrauber-Standort vom bayerischen Innenministerium gewählt worden ist (wir berichteten), kommt es nun zu Verzögerungen bei der Ausschreibung:

Laut aktueller Meldung von inoffizieller Seite, die an rth.info herangetragen wurde, habe sich weder die ADAC Luftrettung GmbH noch die DRF Luftrettung gAG für die Station in Schwaben beworben. Über die Gründe, warum keiner der zwei größten Luftrettungsbetreiber Deutschlands ein Angebot einreichte, kann derzeit nur spekuliert werden. Jedoch könnten die hohen Mietkosten (€316.800.- p.A.) sowie der einsatztaktisch ungünstige Standort eine Rolle gespielt haben. Es bleibt abzuwarten, ob es in nächster Zeit zu einer Neuausschreibung kommen wird, eventuell auch mit einer anderen Standortvariante (Donauries).

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MST

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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