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MdB antwortet auf offenen Brief der MEDLO

06.06.2010

Augsburg (BAY) ::  rth.info hatte über den offenen Brief berichtet, den die MEDLO an die Politiker gerichtet hatte, die derzeit an den Debatten über die Neustrukturierung des Standortnetzes in der bayerischen Luftrettung beteiligt sind. Diese Debatte zielt, wie in Fachkreisen mittlerweile weithin und hinlänglich bekannt, auf die Einrichtung je eines neuen Rettungshubschrauberstandorts im Großraum Augsburg bzw. Donauwörth einerseits und Weiden/ Oberpfalz andererseits ab.

Zu diesem Brief erhielten wir einen Brief des Herrn Dr. Christian Ruck, MdB und stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er kritisiert darin, dass die Politik von dem offenen Brief erst aus den Medien erfahren habe, und wertet die geübte Kritik als unzutreffend, da die Politik sich sehr wohl in dieser Angelegenheit "mit den Sachargumenten auseinandergesetzt" habe. Ferner geht er auch auf konkrete Aspekte der Debatte ein und argumentiert dabei klar zugunsten des potenziellen Standorts Augsburg, der nicht bei allen Beteiligten als Präferenz gilt.

rth.info hat darum gebeten, den Wortlaut veröffentlichen zu dürfen. Sofern in nächster Zeit diesbezüglich eine positive Antwort eintreffen sollte, werden wir die Berichterstattung entsprechend ergänzen.

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PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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