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Prignitz: Vorbereitungen für Hubschrauberstandort

15.11.2005

Pritzwalk (BRB) ::  Aktuellen Berichten der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" zufolge tut sich wieder etwas in Bezug auf die gewünschte Implementierung einer neuen Rettungshubschrauber-Station in der Region Prignitz. Die vom Luftrettungssystem bislang unterversorgten Landkreise im Bundesland Brandenburg sollen, geht es nach den Planern des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, ab Mitte 2006 durch einen Rettungshubschrauber mit Standort am Krankenhaus Perleberg erreicht werden. Außerdem könnte dieser Standort ebenfalls bislang luftrettungsdienstlich schlecht abgedeckte Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsen-Anhalts anfliegen.
Derzeit werde geprüft, so heißt es in einem Bericht der Zeitung, wie das Ausschreibungs- bzw. Vergabeverfahren für den Anbieter des Standortes "auch nach EU-Recht ordnungsgemäß" durchgeführt werden könne. Bezug nehmend auf Aussagen von Karl-Heinz Grütte, Referent für Rettungsdienst, heißt es weiter, das Verfahren könne bis Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein. Noch nicht geklärt sei die Aufteilung der anfallenden Gesamtkosten in Höhe von gut einer Million Euro, aber, so zitiert die "Märkische Allgemeine Zeitung" den Ministeriumssprecher Wendt, inzwischen sei "es nicht mehr die Frage, ob der Platz in Perleberg gebaut wird, sondern nur noch, wie wir es am besten und schnellsten hinbekommen".

Zuversicht also, dass die größte verbliebene Lücke im Luftrettungs-Stationsnetz der Bundesrepublik im nächsten Jahr geschlossen werden könnte. Zumal man sich hiervon in der Region erhofft, dass auch strukturelle Probleme des bodengebundenen Rettungsdienstes zumindest provisorisch behoben werden könnten. So gab es in der Region laut Medienberichten kürzlich eine Studie, welche zu dem Ergebnis kam, dass einige Gemeinde- und Stadtteile von Ostprignitz-Ruppin für den Rettungsdienst in 26,6 % statt den erlaubten 5 % der Fälle nicht innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist von 15 Minuten erreicht werden könnten. Der Rettungshubschrauber könne da Abhilfe schaffen. Besonders interessant ist dies, da in zunehmendem Maße klar wird, dass die Luftrettung in einigen Teilen der Republik nicht mehr wue ursprünglich gedacht als Ergänzung, sondern als partieller Ersatz bodengebundener Rettungsdienst-Strukturen angesehen wird.

 

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Autor(en)
PPR