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Planung für Luftrettungszentrum in Perleberg steht

14.01.2007

Perleberg (BRB) ::  Wie die Märkische Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 11. Januar 2007 schreibt, sind die Planungen für den Neubau einer Luftrettungsstation mit Hangar und einer neuen Rettungswache des Landkreises Prignitz direkt hinter dem Krankenhaus an der B 5 abgeschlossen; der Bauantrag wird in diesen Tagen gestellt werden. Man rechnet mit der Baugenehmigung Ende April. Das verkündete am 10. Januar Wolfgang Korzen, Geschäftsführer der Krankenhaus Prignitz GmbH in Perleberg. Vorausgegangen war ein abschließendes Gespräch mit der ADAC-Luftrettung München, vertreten durch die Geschäftsführerin Susanne Matzke-Ahl und den Medical-Director Erwin Stolpe.
Bauherr der Bodenrettungswache, deren Investition unter eine Million Euro liegen soll, wird das Krankenhaus sein. Verantwortlich für die Luftrettungswache, die etwa 1,5 Millionen Euro kosten wird, ist die ADAC-Luftrettung GmbH. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Bauvorhabens rechnet man für das Frühjahr 2008.
Mit der Luftrettungswache in Perleberg schließe der ADAC den letzten weißen Fleck in Deutschland, so Susanne Matzke-Ahl. "Für uns ist es ein großes Vergnügen, etwas Neues zu bauen, was in die Zukunft reicht. Der Standort liegt einfach gut. Wir rechnen mit 800 Einsätzen im Jahr für diesen Hubschrauber."
Die ADAC-Luftrettung GmbH wird der Kreisstadt im Norden Brandenburgs eine Eurocopter EC 135 zur Verfügung stellen. In der Stützpunktkarte des ADAC-Stationsatlas 2006/2007 ist das LRZ Perleberg bereits eingearbeitet. Danach wird der Rettungshubschrauber voraussichtlich den Funkrufnahmen "Christoph 39" erhalten. Perleberg wird einen großen weißen Fleck im System der Deutschen Luftrettung schließen. Eine länderübergreifende Kooperation wird sich anbieten, da das Einsatzgebiet von "Christoph 39" auch Gebiete der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt abdeckt.

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Autor(en)
Uwe Mattuschka
Quelle(n):
Märkische Allgemeine Zeitung

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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