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Perleberg: Neuer Standort ab 03. Juni einsatzklar

02.06.2008

Perleberg (BRB) ::  Für die Prignitz und weitere ländlich strukturierte Regionen Nordwest-Brandenburgs wird es eine sehr markante Verbesserung sein, die ab morgen startklar ist. Diese Verbesserung ist leuchtend gelb, wiegt bis knapp unter drei Tonnen und kommt auf dem Luftweg. Das lange Zeit in Planung befindliche Luftrettungszentrum Perleberg ist die neueste Ergänzung des deutschen Netzes in der Rettungshubschrauber-Versorgung. Es deckt mit seinem Hubschrauber vom Typ EC 135 eine bislang klaffende Lücke in ebendiesem Netz ab, die sich ergibt, wenn man den üblichen Einsatzradius jedes Rettungshubschraubers von 50 bis 70 km um den Standort annimmt.

ADAC Luftrettung übernimmt Flugbetrieb

Vor dem Retten Trainings angesetzt

Wie rth.info erfahren hat, steht die Maschine mit der Kennung "D-HKUE" bereits in Perleberg; eine der neuesten EC 135 der ADAC Luftrettung. Auch hat man laut verschiedenen Presseberichten bereits intensive Einsatztrainings durchgeführt, um die Crews auf ihre anspruchsvollen Aufgaben adäquat vorzubereiten. Unter anderem hat man von Freitag bis gestern ein Simulatortraining vollzogen, berichtete heute die "Märkische Allgemeine". Dazu hatten die Prignitzer sich der Hilfe der Feuerwehr aus München bedient, hieß es – was Wunder, liegt doch dort die Zentrale der ADAC Luftrettung gGmbH.

Auch das Zusammenspiel mit anderen Hilfskräften hat man einstudiert, wie der "Schweriner Volkszeitung" vor knapp zwei Wochen zu entnehmen war. Dabei sei es bei Übungen mit Feuerwehrleuten aus der Stadt vor allem darum gegangen, wie zu verfahren ist, wenn mal etwas gravierend schiefgeht. Einen solchen tragischen Zwischenfall hat man in Pritzwalk 2002 leider mit dem damaligen "ITH Berlin" erleben müssen (rth.info berichtete). So ist man – leider – absolut vorgewarnt.

Am 03.06. soll es losgehen – pünktlich um 7 Uhr morgens

Wie an so vielen Standorten in der Republik wird sich dann auch "Christoph 39" zum Dienst melden. Äußerst spannend wird die Entwicklung seiner Einsatzzahlen. Die anderer Stützpunkte liegt in manchen ostdeutschen Regionen nach wie vor hinter den Auslastungen westdeutscher Stationen, da letztere eben schon einige Jahre oder Jahrzehnte länger etabliert sind, und sich so einbürgern konnten.
Alarmierungsgrundlagen für Luftrettungsmittel in Brandenburg sind dem Weblink "Landesrecht Brandenburg" im Kontextbereich dieses Artikels zu entnehmen. Dort ist "Christoph 39" auch bereits seit geraumer Zeit berücksichtigt.

Die "Welt online" berichtete vor wenigen Tagen, für den Dienst auf der Station seien drei Piloten, fünf Rettungsassistenten und 13 Notärzte vorgesehen.

Über den Baufortschritt der völlig neuen Rettungswache, sowie die damit verbundenen Verwaltungsverfahren, hatte rth.info bereits mehrfach berichtet (siehe Chronologie).

Bisher

Hilfe aus der Luft kam bisher in der Region allenfalls von weit entfernten Standorten; Uelzen, Hamburg-Boberg, Neustrelitz und Brandenburg sowie Berlin – letzterer mit dem dort stationierten Intensivtransport-Hubschrauber. Aufgrund langer Anflugzeiten war der Rettungsdienst am Boden meist auf sich allein gestellt, und je länger der Anflugweg, desto eher lohnt es sich, den Helikopter erst gar nicht abzuwarten. In ländlichen Regionen jedoch immer dann problematisch, wenn kein geeignetes Krankenhaus in der Nähe liegt.

rth.info wünscht der jüngsten Ergänzung im deutschen Luftrettungsnetz immer genug Sprit im Tank und den Crews erfolgreiche Einsätze und allzeit gesunde Heimkehr zum Standort.

 

Nachrichten zu diesem Thema im Archiv

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
MA, SVZ, Welt online