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Nun also doch: Neuer Helistandort in Perleberg

29.05.2005

Frankfurt / Oder (BRB) ::  Seit Jahren ist bekannt, dass im Raum Pritzwalk / Perleberg zwischen Brandenburg und Mecklenburg ein großes "Loch" im Netz der Luftrettungsstationen klafft. Doch das könnte bald Vergangenheit sein, denn der längst geplante und bislang nie realisierte neue Helistandort ist nun wieder im Gespräch. Und das ganz konkret mit Zeitplan.

Das berichtete die "Märkische Oderzeitung" (www.moz.de*) unter Berufung auf eine aktuelle dpa-Meldung am 29.05.2005.

An der Perleberger Klinik im Brandenburger Landkreis Prignitz soll ein Luftrettungsmittel stationiert werden. Bislang wurde eine massive Unterversorgung des nördlichen bzw. nordwestlichen Brandenburg mit Rettungshubschraubern kritisiert, entsprechende Schritte wurden jedoch bis dato nicht eingeleitet. Die bestehenden Standorte befinden sich in der Stadt Brandenburg a.d. Havel ("Christoph 35"), Senftenberg (Doppelstandort "Christoph 33" und "Christoph Brandenburg") sowie im östlich von Berlin gelegenen Bad Saarow ("Christoph 49").

Den Anstoß zu den neuen Überlegungen, so die MOZ, habe eine parlamentarische Anfrage im Landtag gegeben. Dagmar Ziegler (SPD), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, habe daraufhin verlauten lassen, dass mit dem Baubeginn für die neue Hubschrauberstation frühestens 2006 zu rechnen sei. Ziegler habe betont, dass das "Haupteinsatzgebiet" der Rettungshubschrauber " in der Regel einen Radius von 35 Kilometern um ihren Standort" aufweise. Daraus würden sich auch markante Unterschiede bei den Einsatzzahlen in den einzelnen Kreisen ergeben. Benachteiligt sind Presseberichten zufolge insbesondere die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Uckermark. Dabei hätten, so die Ministerin, gerade außerhalb der Ballungsgebiete die Rettungshubschrauber ihre größte Bedeutung.

Bislang nicht bekannt wurden etwaige Präferenzen für die Betreibermodalitäten in Perleberg. Welcher Hubschraubertyp in den Farben welches Anbieters also ab 2006/2007 in Nordbrandenburg bereitstehen soll, wird vermutlich demnach erst eine entsprechende Ausschreibung klären, deren Ergebnis abzuwarten bleibt.

Diese Veränderung in der Struktur der Luftrettungsstandorte ist aus Sicht unseres Autors auf jeden Fall zu begrüßen. Flüge übe weite Strecken, etwa der Hubschrauber aus Uelzen, Berlin und Brandenburg in die bislang in dieser Hinsicht unterversorgte Region dürften sich damit deutlich reduzieren.

Da von der Notfallrettung als maßgeblichem Einsatzspektrum die Rede ist, wird davon auszugehen sein, dass ein entweder im so genannten "Dual Use" Betrieb genutzter oder mit reinem Primärauftrag versehener Luftrettungsstandort errichtet wird. Ob ein Betrieb rund um die Uhr angestrebt wird, darf bezweifelt werden. Die nächsten Intensivtransporthubschrauber, die 24h bereitstehen, befinden sich in Hannover, Berlin und Rostock.

 

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PPR