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1. Christoph Hessen Tag – Bundeskongress Pädiatrie

21.04.2010

Butzbach/ Nieder-Weisel (HES) ::  Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Nieder-Weisel lädt ein zum Ersten Christoph Hessen Tag. Den Startschuss gibt der Bundeskongress Pädiatrie am 12. Juni 2010 im Johanniter-Kongresszentrum in Nieder-Weisel.

„Ärzten die Angst vor Kindernotfällen nehmen“ ist eines der Ziele

Die zertifizierte Fortbildung richtet sich an Notfallmediziner (Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Ärzte und Notärzte) in der Boden- und Luftrettung. Die Fachkräfte werden beim Bundeskongress Pädiatrie mit Kindernotfällen im Allgemeinen vertraut gemacht. Im Speziellen werden moderne Behandlungsmethoden, Besonderheiten der Notfall-Kindesversorgung sowie der Inkubator- und Intensivtransport durch namhafte Referenten vorgetragen. Einer der Schwerpunkte hierzu ist das Thema Kindesmissbrauch – „erkennen und richtig behandeln“, so die Devise. Dr. Mumi Taleb, Ärztlicher Leiter Luftrettung Hessen der Johanniter-Unfall-Hilfe, weiß, „dass solche Einsatzsituationen für alle beteiligten Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung darstellen und es daher einer besonderen Ausbildung bedarf."

Fallbeispiele und praxisorientierte Workshops laden ein, eigene Hemmschwellen aufzuzeigen, diese zu überwinden und mehr Routine im Umgang mit pädiatrischen Notfällen zu erlangen. Auch der Umgang mit neuen Medizingeräten wird in den Praxisphasen unter Anleitung geübt. Der Intensivhubschrauber Christoph Hessen ist Luftretter und Namensgeber der Veranstaltung und wird ebenfalls für Fallbeispiele eingesetzt und ist an diesem Tag zu Anschauungs- und Übungszwecken vor Ort.

Das Programm wird durch den anschließenden Praxistag auf dem Flugplatz in Reichelsheim am 13. Juni 2010 abgerundet. Gerätetrainings, Thoraxdrainagenanlage und Hands On Training sowie eine Flugunfallübung ergänzen den Bundeskongress Pädiatrie. Highlight ist die Live-Rettungsübung mit Einsatz des Christoph Hessen bei einem simulierten Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.

Am Sonntag des Christoph Hessen Tages haben alle Interessierten außerdem die Gelegenheit Luftrettung hautnah zu erleben. Kleine und große Gäste können ihre Flugübungen am Christoph Hessen Modellhubschrauber testen, „echte“ Rundflüge sind zum Selbstkostenpreis vor Ort buchbar. Selbstverständlich steht auch hier Christoph Hessen für alle Besucher und Freunde der Luftrettung zum Fotoshooting bereit.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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