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Steiermark: Ausschreibung für NAH ausgesetzt

21.10.2018

Graz (A) ::  Die Ausschreibung für einen weiteren NAH in der Steiermark wurde seitens des Landes Steiermark auf Eis gelegt. Wie berichtet, sollte die Entscheidung im September dieses Jahres fallen, wer den Zuschlag für den neuen 24-Stunden-NAH bekommen wird, der bereits im kommenden Frühjahr zu seinen Einsätzen abheben sollte. Als Favoriten gingen die ÖAMTC Flugrettung sowie die ARA Flugrettung ins Rennen. Letztere ist am 1. April dieses Jahres eine Partnerschaft mit dem österreichischen Automobilklub „ARBÖ“ eingegangen.

Ziemlich holprig begann dabei für die ARA der Ausschreibungsprozess: Eine Ausscheidung aus dem Verfahren habe gedroht, weil die ARA Flugrettung nur in Kärnten und Tirol als Rettungsorganisation anerkannt sei, wie man Medienberichten entnehmen konnte. Letztendlich sorgte dann ein weiterer Grund für das vorzeitige Aus für die ARA: Laut dem Land könne diese nicht nachweisen, dass zur Inbetriebnahme das notwendige und festgesetzte Fluggerät zur Verfügung stehen werde. Die ARA habe sich gegenüber der Presse nicht zu den Vorwürfen geäußert und habe Berufung eingelegt.

Geht man nach den Presseberichten, würden sich die Bewerber unter anderem in ihrem präferierten Hubschraubertyp unterscheiden: Während die ÖAMTC Flugrettung wie an allen ihren Standorten auf eine EC 135 bzw. H 135 mit Bergetau setzt, will die ARA Flugrettung mit der größeren H 145 und optionaler Rettungswinde punkten. Letzterer Hubschraubertyp ist in Deutschland mittlerweile zum Mittel der Wahl für den 24-Stunden-Betrieb geworden. Beide Betreiber setzen auf Nachtsichtgeräte.

Die ARA Flugrettung gehört zu 90% der DRF Luftrettung und zu 10% dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK). 2017 wurde zudem die Gesellschaft AP³ in Filderstadt gegründet, wo neben der DRF Luftrettung und der ARA Flugrettung auch die Schweizer Alpine Air Ambulance Mitglied ist. Auch die ÖAMTC Flugrettung hat durch die Kooperation mit dem deutschen ADAC Verbindungen nach Deutschland, fungiert jedoch als eigenständiger Verein. Sie betreibt im Gegensatz zur ARA Flugrettung, die nur an zwei Standorten in Österreich tätig ist, an 16 Stationen in Österreich Notarzthubschrauber, davon einen in Suben im halbjährlichen Wechsel zusammen mit dem ADAC.

Autor(en)
MST
Quelle(n):
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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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