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Gießen: Stationsneubau geht nun zügig voran

10.09.2013

Gießen (HES) ::  Der Neubau des Luftrettungszentrums der Johanniter im Gießener Industriegebiet macht große Fortschritte. Nachdem im April auf dem Gelände der ehemaligen Wertstoffsammelanlage mit den Erdaushubarbeiten begonnen werden konnte, stehen nun die Rohbauten der Station kurz vor ihrer Vollendung. Wie die Fotoaufnahmen vom vergangenen Samstag (07.09.2013) eindrucksvoll zeigen, ist der Rohbau der aufgeständerten Landeplattform bereits fertiggestellt. Und auch die Arbeiten am Rohbau des mehrgeschossigen Sozialtraktes mit Hangar können in Kürze abgeschlossen werden.

Zwar gingen Gießens Regierungspräsident Dr. Lars Witteck und Johanniter-Landesvorstand Günther Lohre noch am 28. Juni 2013 anlässlich der Übergabe der Beauftragung zur Durchführung der Luftrettung an die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. am Luftrettungszentrum Gießen davon aus, dass die Verlegung von “Christoph Hessen“ bereits im Laufe dieses Jahres an das kliniknahe Luftrettungszentrum in der Lahnstraße in Gießen erfolge (rth.info berichtete). Angesichts der bislang eingetretenen zeitlichen Verzögerungen dürfte der Umzug von Reichelsheim nach Gießen jedoch erst im kommenden Jahr erfolgen.

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Autor(en)
Jörn Fries

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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