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Christoph Gießen startet vom neuen Standort aus

14.07.2014

Gießen (HES) ::  Nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit konnte am vergangenen Donnerstag (10. Juli) das neue Luftrettungszentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Gießener Lahnstraße eröffnet werden. Rund 250 geladene Gäste wohnten der feierlichen Eröffnung bei, welche vom Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar Günther Lohre geführt wurde. Unter den Gästen waren auch der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner, der Regierungspräsident des Regierungspräsidiums in Gießen Dr. Lars Witteck, die Oberbürgermeisterin der Stadt Gießen Dietlind Grabe-Bolz sowie der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Dr. Arnold von Rümker.

Mit der Verlegung des Standortes vom Flugplatz Reichelsheim in der Wetterau nach Gießen wird die letzte Versorgungslücke in der hessischen Luftrettung geschlossen und das Gebiet zwischen Weilburg und hinter Frankenberg optimal an das Luftrettungsnetz angebunden, wodurch der letzte „weiße Fleck“ auf der Luftrettungskarte in Hessen verschwindet. Mit 10 Minuten sieht das Hessische Rettungsdienstgesetz die kürzeste Hilfsfrist aller Flächenländer vor. Dies stellte ein wesentliches Kriterium bei der Wahl des Standortes dar.

Letztlich entschied man sich für ein Areal in der Gießener Lahnaue, welches sich in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum Gießen befindet. Von hier aus startete die Firma Heli-Flight, welche die Maschinen und Piloten für die Johanniter-Unfall-Hilfe stellt, im Jahr 2010 bereits ein Pilotprojekt, um Gießen als möglichen ITH-Standort zu testen. Durch die Verlegung und die damit verbundene räumliche Nähe zum Universitätsklinikum Gießen als Zentrum der Maximalversorgung wird eine Bindung an selbiges vollzogen. Rund 1,8 Millionen Euro von den Gesamtkosten in Höhe von 3,9 Millionen wurden vom UKGM übernommen. „Heute ist ein guter Tag für unsere Patienten und die Bürgerinnen und Bürger Mittelhessens“ betonte Dr. Christiane Hinck-Kneip, Kaufmännische Geschäftsführerin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg.

Der Neubau besteht aus einer Start- und Landeplattform in 12m Höhe, einem modernen Hangar inklusive Tankanlage sowie Sozial- und Materialräume für die Besatzungen.

Seit Freitag startet Christoph Gießen vom neuen Standort aus zu seinen Einsätzen, am Tag der Einweihung wurde der Einsatzbetrieb noch ab Reichelsheim aufrecht erhalten. Hier bleibt auch ein weiterer ITH mit dem neuen Funkrufnamen „Christoph Mittelhessen“ stationiert (ehemals Christoph Rhein-Main), welcher im Gegensatz zu Christoph Gießen eine 24 Stunden Bereitschaft hat. Bei Primäreinsätzen, welche etwa einen Anteil von 50% einnehmen, wird Christoph Gießen künftig über die Leitstelle Gießen alarmiert, Sekundärtransporte werden weiterhin von der Koordinierungsstelle für Sekundärtransporte in Hessen (KST) disponiert.

 

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Autor(en)
Tobias Klein