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ergänzt: “Christoph 2“ fliegt wieder ab Frankfurt

13.12.2020

Update und Ergänzung vom 01.01.2021, 7 Uhr:

Entgegen der Information aus unserer Nachricht wurde der Hangar von Christoph 2 wurde nur innen renoviert (festgemauerte Lagerräume & Be/Entlüftung). es erfolgte kein Abriss.

Die Renovierungsmaßnahmen umfassten die LRZ Räumlichkeiten im darunterliegenden Stockwerk (u.a. Wetter-, Funk- & Kommunikationstechnik / Aufenthalt).

Wir danken für den aufmerksamen Hinweis aus der Leserschaft.

Frankfurt am Main (HES) ::  Drei Jahre lang war der Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) “Christoph 2“ in Friedrichsdorf stationiert, seit Ende November ist er wieder auf dem Dach der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) Frankfurt am Main beheimatet.

Am 24. November 2020 ist “Christoph 2“ wieder an seinen Heimatstandort auf dem Dach der BGU Frankfurt am Main zurückgekehrt

Am 24. November 2020 ist “Christoph 2“ wieder an seinen Heimatstandort auf dem Dach der BGU Frankfurt am Main zurückgekehrt

Foto: Marc Dickler

Der bislang an der BGU in Frankfurt am Main stationierte Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) “Christoph 2“ war am 5. Oktober 2017 nach Friedrichsdorf in den Hochtaunuskreis verlegt worden. Grund für die interimsweise Stationierung des ZSH am Sitz der Firma Rotorflug Airservices war der komplette Neubau des Luftrettungszentrums auf dem Dach der BGU (rth.info berichtete mehrfach). Dieser beinhaltete den kompletten Abriss und Neuaufbau von Landeplattform und Hangar und sollte, so hieß es seinerzeit aus dem für die Luftrettung in Hessen zuständigen Regierungspräsidium (RP) Mittelhessen in Gießen, rund ein Jahr dauern. Letztendlich wurden daraus drei Jahre.

Am 24. November 2020 ist “Christoph 2“ heimgekehrt und fliegt seine Rettungseinsätze wieder ab seinem ursprünglichen Stationierungsort. Kurz zuvor konnte die Sanierung des Hangars und des Hubschrauberlandeplatzes im 13. Stock des K-Gebäudes der BG Unfalklinik Frankfurt am Main abgeschlossen werden. Am auffälligsten ist die modernisierte Dachlandefläche, die nun den europäischen Standards entspricht. Sie garantiert einen reibungslosen und sicheren Flugbetrieb.

Hochmoderne neue Landeplattform

Der neue Landeplatz verfügt über einen integrierten, elektronisch gesteuerten Schlitten als Start- und Landeplattform. Dieser kann auf Stahlrollen aus dem Hangar hinausfahren. Durch den reduzierten Aufbau der mobilen Plattform konnte ein einheitliches Höhenniveau des Landeplatzes generiert werden. Bislang landete der Rettungshubschrauber auf einem ca. 33 cm hohen Teller. Nun ist diese Fläche bodengleich mit der Landefläche. Überdies wurde die Kerosinbetankung umwelttechnisch auf den neusten Stand gebracht. Eine vollständige Erneuerung der Flugleittechnik, wie etwa die Wetterstation und die Landeplatztechnik, waren ebenfalls Teil der Modernisierungsmaßnahme. Das Landedeck musste dabei komplett zurückgebaut werden, um den Dachlandeplatz mit einer aufgeständerten Stahlträgerkonstruktion und zusammenhängenden, beheizten Aluminiumprofilen erneuern zu können.

„Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihre Anstrengungen und notwendigen Kompromisse während der Sanierungsmaßnahmen“, sagte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Zugleich würdigte er die Geduld der Bevölkerung am Übergangsstandort in Friedrichsdorf: „Sie mussten länger als geplant mit der ungewohnten Geräuschkulisse leben.“

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