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Offshore-Standort Husum: DRF stellt Betrieb ein

28.11.2013

Husum (SH) ::  Die Redaktion von rth.info hat in Erfahrung gebracht, dass die DRF Luftrettung bereits zum 31.10.2013 den Standort des „Air Ambulance 01“ am Flugplatz Husum-Schwesing aufgegeben hat. Dies wurde in einer Anfrage seitens der DRF Luftrettung bestätigt. Man werde seine Aktivitäten im Offshore-Sektor künftig am Standort Güttin konzentrieren, hieß es in der Stellungnahme weiter. Erst Ende des Jahres 2012 wurde die DRF Luftrettung mit dem Betrieb des Offshore-Rettungshubschraubers vom deutsch-dänischen Windparkbetreiber DanTysk beauftragt.

Weitere Recherchen ergaben, dass der Betrieb des Standortes vor Ort eingestellt wurde und die Bereitschaft nahtlos an die Firma Wiking Helikopter Service GmbH übergegangen ist. Wiking betreibt bereits einen Offshore-Rettungshubschrauber am Heimatflugplatz JadeWeserAirport in Wilhelmshaven-Mariensiel im Auftrag von RWE und weiteren Kunden. Dieser übernimmt im Auftrag des Energiekonzerns Vattenfall nun auch jene Einsätze, die im Windpark DanTysk vor der Insel Sylt anfallen. Wiking kooperiert in der Offshore-Luftrettung eng mit der ADAC Luftrettung gGmbH, die das medizintechnische Equipment und die Rettungscrew stellt (rth.info berichtete).

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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