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Ausschreibung der Luftrettung in StädteRegion Aachen: DRF Luftrettung unterliegt vor OLG Düsseldorf

24.12.2021

Düsseldorf/Aachen/Merzbrück (NRW) ::  Ende Mai 2020 hatte die StädteRegion Aachen als Kernträgerin des Rettungshubschraubers (RTH) “Christoph Europa 1“ die Luftrettung am Standort Würselen-Merzbrück für den Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2030 ausgeschrieben und im Oktober des selben Jahres der ADAC Luftrettung den Zuschlag erteilt. Gegen die Vergabe hatte die DRF Luftrettung Beschwerde eingelegt; der Nachprüfungsantrag wurde allerdings in erster Instanz durch die Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln zurückgewiesen. Hiergegen legte die DRF Luftrettung wiederum sofortige Beschwerde ein, so dass der Vorgang beim zuständigen Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf landete (rth.info berichtete).

Der dortige Vergabesenat hatte zunächst einen Verhandlungstermin auf den 24.11.2021 bestimmt und am 22.12.2021 seinen Beschluss den Verfahrensbeteiligten mitgeteilt. Wie eine Sprecherin des OLG Düsseldorf auf Anfrage von rth.info mitteilte, wurde in der Vergabesache durch den Beschluss die sofortige Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluss der Vergabekammer zurückgewiesen. Das von der StädteRegion Aachen durchgeführte Vergabeverfahren und die anschließende Vergabe an die ADAC Luftrettung waren laut OLG fehlerfrei durchgeführt worden.

Da mit dem OLG-Beschluss der weitere Rechtsweg nun ausgeschlossen ist, dürften spätestens Anfang 2022 die StädteRegion Aachen und die ADAC Luftrettung, die die Luftrettung im Drei-Länder-Eck in den letzten zwölf Monate interimistisch fortgeführt hatte, den neuen Vertrag unterzeichnen. Somit wird bis Ende dieses Jahrzehnts auch weiterhin ein Gelber Engel über der StädteRegion zu sehen sein.

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Korrektur vom 25.12.2021, 11:50h

In der ersten Fassung des Artikels war versehentlich vom Oberverwaltungsgericht (OVG) die Rede. Von uns gemeint und für das Verfahren zuständig war jedoch das Oberlandesgericht (OLG). Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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