Direkt zum Inhalt...

rth.info

Faszination Luftrettung

rth.info - Faszination Luftrettungzur Startseite


DRF Luftrettung: Rheinmünster und Bautzen beheimaten Hubschrauber für Katastrophenfall

01.10.2021

Filderstadt (BWÜ) ::  Wie Mitte September angekündigt hat die DRF Luftrettung heute bekanntgegeben, wo sie die beiden Hubschrauber vorhalten wird, die für Katastrophenfälle in Rufbereitschaft stehen werden. Dies sind Rheinmünster (Baden Airpark) in Baden-Württemberg nahe der französischen Grenze, und Bautzen (am dortigen Flugplatz) in Sachsen, nahe der Grenze zu Polen und zur Tschechischen Republik. Diese Standorte habe sie aufgrund der dort guten Verfügbarkeit von Personal, Material und Infrastruktur gewählt. Aufgrund der räumlichen Distanz – ein Standort weit im Südwesten, einer weit im Osten der Republik – dürfte sie eine gute Abdeckung des Bundesgebietes erreichen. Im Katastrophenfall spielt die benötigte Zeit für eine Anflugroute über einige hundert Kilometer sowieso nur eine untergeordnete Rolle, wie diesen Sommer zu beobachten war: Da retteten Hubschrauberbesatzungen aus ganz Deutschland in NRW und Rheinland-Pfalz gemeinsam die Opfer der Flutkatastrophe. Wichtiger dürfte die Zeit von der Anforderung eines Hubschraubers bis zum Abflug sein.

Über die Modalitäten der Rufbereitschaft des Personals (zu erwartende Vorlauf- und Rüstzeiten, Bereitschaft der einzelnen Funktionsträger) hat die DRF Luftrettung auch diesmal nichts bekannt gegeben. Sie erklärt in ihrer Pressemitteilung lediglich: Alarmiert werden die beiden Hubschrauber und Crews über die Einsatzzentrale der DRF Luftrettung.

Die DRF Luftrettung bezeichnet Rheinmünster und Bautzen als “Regelstandorten“, erklärt jedoch nicht, auf welche “Regel“ sie sich mit dem gewählten Begriff bezieht – also etwa auf eine abweichende temporäre Stationierung im Katastrophenfall, oder auf eine abweichende temporäre Stationierung aufgrund betrieblicher Belange.

- Anzeige -

Autoren

Info-Abschnitt überspringen

Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

Alle Fachbegriffe...