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DRF gewinnt Ausschreibung in Weiden – im April 2021 Musterwechsel auf H145

07.08.2020

Weiden/OPf. (BAY) ::  In den nächsten fünf Jahren wird die DRF Luftrettung „Christoph 80“, den am Flugplatz Latsch in Weiden stationierten Rettungshubschrauber, weiter betreiben. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehr (ZRF) Nordoberpfalz hat den Zuschlag für den Betrieb an die DRF Luftrettung bestätigt.

Aktuell betreibt die DRF Luftrettung „Christoph 80“ mit einer Maschine des Typs EC 135 (hier zu sehen im April 2012 mit einer baugleichen Backup-Maschine)

Aktuell betreibt die DRF Luftrettung „Christoph 80“ mit einer Maschine des Typs EC 135 (hier zu sehen im April 2012 mit einer baugleichen Backup-Maschine)

Foto: Jörn Fries

Die Entscheidung zum Vergabeverfahren über den Luftrettungsstandort Weiden steht: Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehr (ZRF) Nordoberpfalz hat den Zuschlag für den Betrieb des Rettungshubschraubers „Christoph 80” an die DRF Luftrettung vergeben. Somit wird die gemeinnützige Organisation auch in den nächsten fünf Jahren[, beginnend] ab dem 1. April 2021, die rot-weiße Maschine betreiben. Die Beauftragung verlängert sich automatisch um einmalig weitere fünf Jahre bis längstens 31. März 2031, wenn der ZRF Nordoberpfalz den Vertrag nicht vorab schriftlich beendet.

Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung, freut sich über diesen Ausdruck des Vertrauens in die Arbeit der rot-weißen Luftretterinnen und Luftretter: “Dies zeigt, dass unsere Partner in der Region die herausragende Arbeit unserer Besatzungen hier in Weiden anerkennen und schätzen. Wir freuen uns, auch in den nächsten Jahren mit unserem Hubschrauber für die Notfallrettung und den schnellen und schonenden Transport schwer kranker und verletzter Menschen bereit zu stehen und so unseren Beitrag zur notfallmedizinischen Versorgung im Freistaat Bayern zu leisten.“

Der Rettungshubschrauber „Christoph 80” steht von Sonnenaufgang (frühestens 7 Uhr) bis Sonnenuntergang plus 30 Minuten für Einsätze in der Region sowie in ganz Bayern bereit und wurde zuletzt über 1.200-mal im Jahr für oft lebensrettende Einsätze alarmiert.

Musterwechsel auf H145

Zum 1. April 2021 wird die DRF Luftrettung zudem auf einen Hubschrauber des Typs H145 umstellen. Bislang kommt in Weiden eine EC 135 zum Einsatz. „Wir freuen uns sehr, dass wir in absehbarer Zeit auch in Weiden eine H145 in Betrieb nehmen können, den derzeit modernsten in der Luftrettung eingesetzten Hubschrauber. Schon ein Blick in das Glascockpit zeigt den Unterschied zur bisherigen Maschine: Alle Flugdaten – beispielsweise zu den Triebwerken oder zur Fluglage – werden den Piloten auf großformatigen Displays angezeigt“, erläutert Dr. Huber. Entlastung für den Piloten bringt auch der Vierachsen-Autopilot, der die Steuerfunktionen automatisch übernehmen kann. Auf dem Wetterradar können die Piloten schnell wechselnde Wetterlagen frühzeitig erkennen.

Ab April 2021 werden die Weidener Luftretter mit einer H145 zu ihren lebensrettenden Einsätzen starten (hier zu sehen eine hochmoderne H145 als ITH “Christoph Europa 5“ Ende Juli in Husum)

Ab April 2021 werden die Weidener Luftretter mit einer H145 zu ihren lebensrettenden Einsätzen starten (hier zu sehen eine hochmoderne H145 als ITH “Christoph Europa 5“ Ende Juli in Husum)

Foto: Jörn Fries

In der Kabine bietet das von der DRF Luftrettung mitentwickelte neue Innenraumkonzept mehr Platz für die Besatzung und verbessert so die Patientenversorgung nochmals. Weiterer Vorteil: Der ummantelte Heckrotor, der sogenannte Fenestron, ist leiser, besser vor Beschädigungen geschützt und bietet Rettungskräften am Boden mehr Sicherheit.

Die Luftrettungsstation Weiden

Am 1. April 2011 hat die DRF Luftrettung die neu gegründete Rettungshubschrauberstation in Weiden in der Oberpfalz mit einem Hubschrauber des Typs EC 135 in Betrieb genommen. Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Weidener Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten erreichen. Für Intensivtransporte erstreckt sich das Einsatzgebiet auf Nordbayern. Zudem liegen rund 20 Prozent des Einsatzgebietes in der Tschechischen Republik.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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