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Letzte EC 145 im Luftrettungsdienst

01.08.2022

Bremen (BRE) ::  Seit dem heutigen Montag (01.08.2022) fliegt vom Bremer Flughafen aus eine H145 als “Christoph Weser“. Die DRF Luftrettung hat die erst seit dem 20. Oktober 2020 in Bremen stationierte EC 145 durch eine H145 mit Vier-Blatt-Rotor ersetzt. Zuvor flog dort jahrelang eine BK 117.

Am 31. Juli 2022 stand die als “Christoph Weser“ vorgesehene H145 bereits in Bremen – die EC 145 flog ihren letzten Einsatz

Am 31. Juli 2022 stand die als “Christoph Weser“ vorgesehene H145 bereits in Bremen – die EC 145 flog ihren letzten Einsatz

Foto: Peter Lühr/DRF Luftrettung

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Mit der Umstellung in Bremen endet die rund zwanzigjährige Ära der EC 145 im bundesdeutschen Luftrettungsdienst. ADAC Luftrettung und DRF Luftrettung hatten im Juli 2003 ihre jeweils ersten EC 145 vor- und kurze Zeit später in Dienst gestellt. Die D-HDRR war seinerzeit die allererste EC 145. Sie wurde vom Team-DRF-Partner HDM Luftrettung ab Anfang November 2003 in München als Intensivtransporthubschrauber (ITH) “Christoph München“ eingesetzt und Mitte Februar 2015 durch eine der damals neuen H145 ersetzt.

Während die DRF Luftrettung zahlreiche EC 145 einsetzte, kamen bei der ADAC Luftrettung seit 2003 nur zwei EC 145 zum Einsatz. Beide flogen in Mainz (“Christoph 77“, Stamm-Maschine war die D-HLRG) und Senftenberg (“Christoph Brandenburg“, D-HWVS) als ITH. Im Frühjahr 2018 endete bei den “Gelben Engeln“ ihre Einsatzzeit; sie gingen später nach Neuseeland.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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