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Innovativer Ansatz: “Luftrettungsstationen als kleine ambulante Zentren nutzen“

12.07.2020

Fresach/Kärnten (A) ::  Dr. Krystian Pracz, seit November 2017 Vorstandsvorsitzender der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, hat anlässlich seines Besuchs der ARA-Flugrettungsstation “RK-1“ in Fresach/Kärnten der österreichischen “Kleinen Zeitung“ ein Interview gegeben, das am heutigen Sonntag (12.07.2020) veröffentlicht wurde (siehe externen Link im Kontextbereich dieser News). Darin beantwortet er unter anderem Fragen zum Umgang von DRF Luftrettung und ARA-Flugrettung mit der aktuellen Covid-19-Pandemie.

Dr. Krystian Pracz, seit November 2017  Vorstandsvorsitzender der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, gab der “Kleinen Zeitung“ ein Interview

Dr. Krystian Pracz, seit November 2017 Vorstandsvorsitzender der DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG, gab der “Kleinen Zeitung“ ein Interview

Foto: DRF Luftrettung

Ein weiteres Thema ist die Ausweitung der Luftrettung in die fliegerische Nacht auch in Österreich. Pracz hält es für wünschenswert, “nachts ein vernünftiges, Bundesländer-übergreifendes Netzwerk zu haben.“ Er gibt jedoch zu bedenken, dass “[d]as [...] aber auch eine politische Frage [ist].“ Eine Ausweitung der Aktivitäten der DRF-Tochter ARA-Flugrettung über Kärnten und Tirol hinaus in weitere österreichische Bundesländer will Pracz nicht ausschließen: “Denn wir wissen, dass wir eine gute Arbeit leisten.“

Innovativ auch sein Ansatz, neue Wege in der medizinischen Versorgung gehen zu wollen. “Eine Idee wäre zum Beispiel“, so Pracz, “dass man die Luftrettungsstationen als kleine ambulante Zentren nutzen könnte, um etwa die Krankenhäuser zu entlasten. Denn in den Stationen ist immer – außer er ist gerade im Einsatz – ein Notarzt vor Ort.“ Mit dieser Aussage konfrontiert dürften jetzt im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), in den Gesundheitsministerien der Bundesländer, vor allem aber im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als dem höchsten Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen Deutschlands, aber auch bei den Krankenkassen und Unfallversicherungen als Kostenträger, den Krankenhausgesellschaften sowie der organisierten Ärzteschaft die Diskussionen um die Neuregelung der Notfallversorgung von vorne beginnen.

Autor

Quelle(n):
Artikel “‘Rechnen heuer mit mehr Unfällen‘“, erschienen am Sonntag, dem 12. Juli 2020, in der “Kleinen Zeitung“ (Ausgabe Kärnten)

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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