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25 Jahre Christoph Hansa: Vom AHS zum ITH

21.06.2015

Am gestrigen Samstag (20. Juni 2015) feierte das Luftrettungszentrum „Christoph Hansa“ auf dem Gelände des BG Unfallkrankenhauses Hamburg-Boberg sein 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit (rth.info berichtete). Bereits am Vortag (19.06.2015) hatte die ADAC Luftrettung einen offiziellen Festakt veranstaltet, in dem Vertreter der ADAC Luftrettung und des BG Unfallkrankenhauses vor geladenen Gästen die Verdienste der Besatzungen in Hamburg würdigten.

Das Festgelände am BG Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg aus der Luft

Das Festgelände am BG Unfallkrankenhaus Hamburg-Boberg aus der Luft

Foto: Team Christoph Hansa

In einer Pressemitteilung beschreibt die ADAC Luftrettung die Hamburger Station wie folgt:

“Christoph Hansa“ war Deutschlands erster „Ambulanzhubschrauber“, dessen vorrangige Aufgabe ärztlich begleitete Patientenverlegungen ist. Und so war auch der erste Auftrag ein Krankentransport von Otterndorf an die Nordsee. „Christoph Hansa“ stand am Anfang des Aufbaus eines eigenen Sekundär-Stationsnetzes. Im Laufe der nachfolgenden Jahre wurde der ursprüngliche “Ambulanzhubschrauber“ durch den Begriff “Intensivtransport-Hubschrauber“ (ITH) ersetzt. Mittlerweile wird der Hubschrauber überwiegend in der Rettung und der Verlegung von schwer verletzten oder erkranken Patienten von Klinik zu Klinik eingesetzt.

Bis Ende 2014 waren insgesamt ca. 26.830 Einsätze, die „Christoph Hansa“ mit wechselnder Besetzung absolvierte. Allein im vergangenen Jahr wurde der Rettungshubschrauber 1.114-mal eingesetzt. In Hamburg-Boberg kamen bisher drei unterschiedliche Hubschraubermodelle zum Einsatz. Bis Mitte 1997 vertraute man auf das Helikopter-Modell Bölkow BO 105.

Es wurde abgelöst durch eine MD 900 Explorer, die in Boberg bis 2003 ihren Dienst verrichtete. Seitdem wird eine moderne und leise EC 135 von Airbus Helicopters eingesetzt.

Christoph Hansa setzt nach einem Einsatz kurz vor 13 Uhr zur Landung an

Christoph Hansa setzt nach einem Einsatz kurz vor 13 Uhr zur Landung an

Foto: Harald Rieger

Nachfolgend zeigen wir weitere Eindrücke vom gestrigen Tag der offenen Tür am Unfallkrankenhaus Boberg. Bei einem Mix aus Wolken und Sonne präsentierte sich die Station in Höchstform. Neben der Präsentation von „Christoph Sim“, einer EC BK 117 (D-HTIB), standen zeitweise „Christoph Hansa“ und der Hamburger RTH „Christoph 29“ einsatzbereit auf dem Krankenhaus-Landeplatz. Beide starteten im Laufe des Tages zu mehreren Einsätzen.

Die ausgestellten Hubschrauber standen den gesamten Tag über im Mittelpunkt des Interesses

Die ausgestellten Hubschrauber standen den gesamten Tag über im Mittelpunkt des Interesses

Foto: Harald Rieger

Christoph 19 setzt nach dem Tanken der Maschine auf der Landeplatzform um

Christoph 19 setzt nach dem Tanken der Maschine auf der Landeplatzform um

Foto: Ralph Nussbaum

Immer wieder gab es Flugbewegungen für die begeisterten Gäste zu sehen

Immer wieder gab es Flugbewegungen für die begeisterten Gäste zu sehen

Foto: Harald Rieger

Auch der im benachbarten Uelzen stationierte RTH „Christoph 19“ brachte einen Patienten in das Unfallkrankenhaus Boberg und erweckte bei den Gästen zusätzliches Interesse. Der angekündigte Polizeihubschrauber „Libelle“ konnte aus einsatztaktischen Gründen leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Neben den Hubschraubern wurden auch diverse Großfahrzeuge ausgestellt

Neben den Hubschraubern wurden auch diverse Großfahrzeuge ausgestellt

Foto: Harald Rieger

Das THW zeigte Gerätschaften und ein Fahrzeug

Das THW zeigte Gerätschaften und ein Fahrzeug

Foto: Ralph Nussbaum

Neben zwei aktuellen Fahrzeugen vom ADAC gab es auch ein historisches Motorrad zu sehen, im Hintergrund die BK 117

Neben zwei aktuellen Fahrzeugen vom ADAC gab es auch ein historisches Motorrad zu sehen, im Hintergrund die BK 117

Foto: Harald Rieger

Die Rettungshundestaffel vom DRK präsentierte das beeindruckende Können der Tiere

Die Rettungshundestaffel vom DRK präsentierte das beeindruckende Können der Tiere

Foto: Ralph Nussbaum

Neben den Präsentationen der Hubschrauber zeigten sich diverse weitere Aussteller auf dem Gelände. So präsentierte die Hamburger Feuerwehr beispielsweise eine patientengerechte Rettung aus einem verunfallten PKW, das Technische Hilfswerk zeigte anhand von Fahrzeug und Gerätschaften ihr Können. Auch die Rettungshundestaffel des DRK führte mehrmals am Tag das Können der trainierten Hunde vor. Für das leibliche Wohl von Groß und Klein war für durch eine sehr gute Verpflegung gesorgt. Eine Hüpfburg für die Kinder, einen Überschlagsimulator, historische Feuerwehrfahrzeuge und ADAC Fahrzeuge rundeten das Programm ab.

Auch die Übung der Feuerwehr Hamburg zog das Interesse von zahlreichen Besuchern auf sich

Auch die Übung der Feuerwehr Hamburg zog das Interesse von zahlreichen Besuchern auf sich

Foto: Harald Rieger

Für ein Fotoshooting wurden die Oldtimerfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Winsen zwischen beiden Hamburger Rettungshubschraubern positioniert

Für ein Fotoshooting wurden die Oldtimerfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Winsen zwischen beiden Hamburger Rettungshubschraubern positioniert

Foto: Harald Rieger

Erneuter Einsatz für die Luftrettung in Hamburg

Erneuter Einsatz für die Luftrettung in Hamburg

Foto: Harald Rieger

Autor(en)
HRG
Ralph Nussbaum
Tim Nussbaum
Quelle(n)
ADAC Pressemitteilung

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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