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10 Jahre Ambulanzflugdienst MVP

09.10.2003

Rostock (MVP) ::  Vor zehn Jahren war es soweit - in Rostock war im September 1993 der Ambulanzflugdienst Mecklenburg-Vorpommern (AFD-MV) gegründet worden. Dieser betreibt dort einen ITH - das einzige deutsche Luftrettungsmittel auf Basis einer italienischen Maschine vom Typ Agusta A 109. Vor zehn Jahren flog der ITH seinen ersten Einsatz.

Bereits am 05.09.2003 feierte der AFD-MV sein zehnjähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde eine Hangarparty veranstaltet, zu der alle Rettungsassistenten, Notärzte und Piloten eingeladen worden waren, die seit dem Bestehen des Rettungszentrums in Rostock auf dem ITH ihren Dienst verrichtet hatten. Zuvor war ein feierlicher Empfang ausgerichtet worden, bei dem die Sozialministerin des Landes Mecklenburg- Vorpommern, Frau Dr. Linke, allen Rettungsassistenten, Notärzten, Neoantologen, Krankenschwestern und Piloten für ihr Engagement dankte. Weiterhin wurden der Senator für Jugend, Gesundheit und Soziales der Hansestadt Rostock, Herr Dr. Nitzsche und der Ärztliche Direktor des Klinikum Südstadt, Herr Prof. Dr. med. Freitag, für ihre geleistete Arbeit gewürdigt.

Seit der Indienststellung ist der Intensivtransporthubschrauber unfallfrei unterwegs und kann auf etwa 2.500 Einsätze zurückblicken, die bei Tag und in der Nacht geflogen wurden. Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. betreibt das Luftrettungszentrum. Zur Besatzung gehören die Notärzte des Südstadt Klinikums und die Rettungsassistenten der Johanniter in Bereitschaft. Die Rotorflug GmbH, Partner im TEAM DRF, stellt die Berufspiloten und den Intensivtransporthubschrauber vom Typ Agusta 109 bereit.

Das Einsatzgebiet des Rostocker Hubschraubers umfasst nachts das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Am Tag fliegt der Hubschrauber schwerpunktmäßig Einsätze in den Rettungsleitstellenbereichen Rostock, Güstrow, Rügen, Nordvorpommern, Greifswald und Wismar.

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
AFD-MV, DRF. Teile der Meldung wurden Texten der DRF und des AFD-MV zu diesem Thema entnommen.

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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