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Fliegt Christoph 65 schon bald auch nachts?

17.02.2016

Ansbach/Dinkelsbühl (BAY) ::  Seit dem 5. September 2015 fliegt “Christoph 65“ vom ADAC-Luftrettungszentrum Dinkelsbühl-Sinbronn. In den ersten vier Monaten hat er bereits 407 Einsätze absolviert. Nun soll der Rettungshubschrauber auch nachts fliegen. Dies fordert zumindest die Ansbacher CSU-Kreistagsfraktion in einem Schreiben an Landrat Dr. Jürgen Ludwig (ebenfalls CSU), zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach (ZRF AN). Er solle das für die Luftrettung zuständige Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr bitten, “den Nachteinsatz so schnell wie möglich anzuordnen“.

CSU-Fraktionschef Stefan Horndasch: “Eine möglichst einhellige Resolution des Kreistages könnte für die Einführung des Nachtflugs hilfreich sein.“ Seiner Ansicht nach bestätigen die bisher geflogenen Einsätze die Notwendigkeit, die Einsatzzeiten auch auf die Nacht auszudehnen. “Dies wäre im Sinne einer schnellen Hilfe auch zur Nachtzeit eine gute Erweiterung des Versorgungsangebotes“, so Horndasch weiter.

Auf Anfrage von rth.info teilte Jürgen Grieving von der Pressestelle des ADAC e. V. mit, dass man den genauen Bedarf zurzeit nicht abschätzen könne. Sollte eine Entscheidung zur Ausdehnung der Betriebszeiten fallen, so könnte die ADAC Luftrettung es aber kurzfristig realisieren. “Das technische Equipment ist vorhanden und unser Personal ist entsprechend geschult“, so Grieving.

Autor(en)
Jörn Fries

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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