Die Installation von Hubschrauberstützpunkten für die Luftrettung ist in Deutschland unmittelbar der Besserung der notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung zugute gekommen.
Rettungshubschrauber werden zu einer Vielzahl unterschiedlicher Ereignisse gerufen. Prinzipiell unterscheidet man:
Bei Primäreinsätzen im Rettungsdienst gibt es festgelegte sog. "Indikationskataloge", in welchen Verletzungs- und Erkrankungsmuster aufgeführt sind, welche einen Notarzteinsatz erfordern. Diese Notfälle können, falls kein bodengebundenes Notarzt-Fahrzeug zur Verfügung steht, von einem Hubschrauber übernommen werden. Parallel wird bei Primäreinsätzen auch mindestens ein Rettungswagen am Boden alarmiert.
Vorrangig für Sekundäreinsätze werden seit den 1990er Jahren sogenannte Intensiv-Transporthubschrauber (ITH) vorgehalten. Ihre Ausrüstung ist dazu gegenüber Rettungshubschraubern (RTH) erweitert, meist sind die verwendeten ITH-Maschinen größer.
Eine Vielzahl von Hubschrauber-Stützpunkten garantiert nahezu flächendeckend auf dem Gebiet der Bundesrepublik schnelle Hilfe durch Rettungshubschrauber. In der Regel vergehen auch in entlegenen Gebieten ab der Alarmierung keine fünfzehn Minuten, bis der Hubschrauber eintrifft. Alarmiert werden die Rettungshubschrauber von der zuständigen Rettungsdienst-Leitstelle. Im Notfall wählen Sie die den Euronotruf 112 oder die Rettungsdienst-Notrufnummer 19 222. Die Leitstelle entscheidet, welche Einheit(en) sie zur Einsatzstelle entsendet.
Die meisten Hubschrauber der Luftrettung sind in erster Linie schnelle Notarztzubringer!
Foto: Julian Löhe via www.downwash.de