Die medizinische Ausstattung der einzelnen Hubschrauberstandorte unterscheidet sich in Details z.T. erheblich, jedoch ist stets eine gewisse Basisausstattung vorhanden. Im Prinzip ist die Ausstattung der Rettungshubschrauber (RTH) durchaus mit der eines Notarztwagens am Boden vergleichbar. Intensiv- Transporthubschrauber (ITH) sind oftmals darüber hinaus wie ein Intensivtransportwagen (ITW) ausgerüstet. (ITW werden am Boden für intensivmedizinische Patientenverlegungen genutzt.)
Folgende Geräte sind stets vorhanden:
Örtlich kann die Ausstattung erheblich darüber hinausgehen. In vielen RTH und ITH kann ein Inkubator (Brutkasten) mitgeführt werden. Die Mindestausstattung für RTH ist mittlerweile festgelegt vornehmlich durch die EU-Normen DIN EN 13230-10 für Luftrettungsmittel, sowie DIN EN 13718-1 und DIN EN 13718-2. Deren Geltung erstreckt sich jeweils auch auf Flächenflugzeuge der Repatriierungsdienste zur Auslandsrückholung.
ITH sind speziell auf die Belange von Transferflügen hin ausgelegt, so dass eine klinisch bereits begonnene Intensivtherapie nicht durch den Lufttransport unterbrochen werden muss, sondern im Idealfall lückenlos aufrecht erhalten werden kann. Dies betrifft beispielsweise die Möglichkeit der Weiterführung eines komplexen Beatmungsmusters.
In jüngster Vergangenheit haben sich verschiedene Formen der Ultraschalluntersuchung als neuer Bestandteil der Ausstattung einiger Luftrettungsmittel etabliert. Ob sich dies weiter fortsetzt, ist noch unklar.
Folgende technischen Rettungsmittel dienen mancherorts der Erweiterung des Einsatzspektrums, abgestimmt auf die Belange des Einsatzgebietes des Rettungszentrums:
Vorgeschrieben sind solche Zusatz-Rettungsmittel nicht generell für Rettungshubschrauber, höchstens auf lokaler Ebene.
Hochmoderne Medizintechnik im Hubschrauber
Foto: Jonas Lettmann