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Fly-out für die letzte Bell 212

02.05.2008

Siblin (SH) ::  Auch letzte Bell 212 in der deutschen Luftrettung ist in den Ruhestand gegangen. Am 24./25.04.2008 fand der erwartete Wechsel des Maschinentyps in Siblin statt. Damit hat nun auch der nördlichste der Standorte des Bundesinnenministeriums (BMI) den neuen Typ EC 135 T2i von Eurocopter erhalten. Gesichtet wurde in Siblin die D-HZSP, eine der zuletzt ausgelieferten Neuzugänge in der BMI-Flotte.

Die Umstellung der Hubschrauberflotte des deutschen Katastrophenschutzes ist also mit dem Wechsel in Siblin abgeschlossen. BO 105 und Bell 212 haben ausgedient, wenn auch vereinzelt noch bis vor kurzem BO 105 ersatzweise im Einsatz gesichtet wurden.

Vor und Nachteile

Bei den Stationen mit der BO 105 als abzulösender Einsatzmaschine lag es auf der Hand, dass der Wechsel rundum zu begrüßen sein würde. Bei den Bell 212 gehen mit der Umstellung auch einige Nachteile einher.

Weniger Platz, keine Rettungswinde mehr

Schneller, leiser, mehr elektronische Technik, viel Leistung. Der Wechsel auf die EC 135 lässt sich durchaus gut begründen. Leider gehen mit ihm auch einige Nachteile einher. Sie decken sich mit denen, die bereits bei der Außerdienststellung der Bell 212 in Hamburg auffielen:

  • Keine Rettungswinde steht mehr zur Verfügung. Dies ist nahe an der Ostsee auch noch relevanter als es in Hamburg war.
  • Ein Besatzungsmitglied weniger. Kein Bordtechniker fliegt mehr mit. Er kann jedoch Pilot und Rettungsassistent/in deutlich entlasten und bringt vor allem eine sehr umfangreiche Ausbildung in den Flugbetrieb mit ein.
  • Weniger Platz in der Maschine. Die Kabine der EC 135 ist kleiner als die der Bell 212. Der Patient wird nicht mehr quer, sondern längs zur Flugrichtung transportiert. Die Zugänglichkeit des Patienten ist dadurch verschlechtert.

Es wird sich zeigen, wie positiv die Umstellung rückblickend zu bewerten sein wird. Andere Luftrettungsbetreiber setzen im küstennahen Bereich auf Maschinen mit mehr Masse. So fliegen in Sande und Bremen (beide ADAC Luftrettung), Rendsburg, Niebüll und Greifswald (jeweils DRF) Maschinen des Typs BK 117. Sie haben ein deutlich höheres Abfluggewicht.

Maschine verkauft

Wie bereits bekannt hat der Bund die ihm eigenen Bell 212 des Katastrophenschutzes an ein Unternehmen verkauft. Auch bei der Bundespolizei, die Piloten und Bordtechniker der Maschinen stellt, werden die ihr eigenen Bell 212 mittlerweile schrittweise ausgephast. Geflogen hat sie die Bell 212 im Betrieb der Staffel Nord in Fuhlendorf bei Bad Bramstedt sowie als Einsatzhubschrauber für die Spezialtruppe GSG 9.

Autor(en)
PPR

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Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

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Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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