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Deutsche Hilfe für belgische Luftretter

14.07.2004

Bra-Sur-Lienne (B) ::  "The Spirit of St.Luc", so nennt sich der RTH, der seit 1997 aus dem Dorf Bra-sur-Lienne in den belgischen Ardennen startet. Auch ist dieser den Eifelern ein Begriff, rettet doch der grenznahe stationierte RTH auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik, westlich von Koblenz. 1997 gründete Dr. Luc Maquoi aus privaten Mitteln die bis heute private Einrichtung.

Dass der Stützpunkt gerechtfertigt ist, zeigen die Einsatzzahlen mit durchschnittlich 2-3 Einsätzen pro Tag, denn das ländliche und hügeliche Gebiet rund um die Ardennen und die Eifel ist teils für den bodengebundenen Rettungsdienst schwer bzw. nur zeitraubend zu erreichen. Daher kommt eine Sikorsky S-67 mit der Kennung "D-HOSA" mit Winde zum Einsatz um die Versorgung von medizinischen Notfallpatienten auch in schwer zugänglichen Gebieten schnell und sicher zu gewährleisten. Aber auch interklinische Überführungsflüge führt der Hubschrauber regelmäßig durch. Übrigens setzte die DRF zwei Maschinen des großen, in Bra-Su-Lienne bis heute genutzten Typs in den 90iger Jahren in Deutschland ein.

Verbesserungen am Rettungszentrum

Um die Umgebung des Hubschraubers und dessen Crew zu verbessern und Kosten zusenken, sollten einige strukturelle Verbesserungen am Gebäude geschehen. So sollten im Hangar Räumlichkeiten abgetrennt werden, die zur Unterbringung des Archivs und der verschiedener Materialien dienen. In dem angrenzenden Gebäude, welches das Notarzteinsatzfahrzeug, die Crew (Pilot, Arzt und Sanitäter) sowie die Verwaltung beherbergt, sollte ein Trennwand eingezogen werden, um die hohen Heizkosten zu senken. Dazu soll auch eine bessere Isolierung der Außenwände beitragen. Zusätzlich sollten drei neue Heizöltanks und neue Elektrotechnik installiert werden.

Geldsorgen bei Luftrettung in Bra-Sur-Lienne

Doch wie so oft ist auch hier dafür kein Geld vorhanden. Die Jahresbeitrag von 47,-€ pro Familie bzw. 30,-€ pro Person fließen ausschließlich in den Rettungshubschrauber und dessen Unterhaltung, nicht in die Infrastruktur des Standortes. Also wie finanzieren?

Eifeler helfen den Luftrettern finanziell

Wie rth.info im Februar berichtete, erklärten sich bereits mehrere belgische Kommunen zu Unterstützung bereit. Nun kommt Medienberichten zufolge auch Hilfe aus Deutschland.

Karl-Heinz Cornely aus Halenfeld und den Eifelern sei Dank. Um die Verbesserungen an den Gebäuden und Hangar durch zu führen, bedurfte es an sowohl öffentliche als auch private Sponsoren!

95% der Materialien stellten Handwerksbetriebe, die restlichen 5% wurden zum Selbstkostenpreis von Spenden abgedeckt. Einige Eifeler Handwerker arbeiten unentgeltlich in Eigenregie für die VoE. Vorwiegend Samstag hört man es auf der "Baustelle" lärmen, dann nämlich sind Handwerker bzw. Helfer (alles ehrenamtlich!) mit Spaß am Werkeln um zu Mauern, Türne einzubauen, etc.
So wurde die komplette Erneuerung durch Sponsoren und ehernamtlichen Helfern getragen. Die Crew ist begeistert; dank der finanziellen und materielle Unterstützung können sie sich angenehm in ihrer Räumen des VoE Rettungszentrum Bra-Sur-Lienne erholen und arbeiten, um weiterhin ihre lebenswichtige Aufgabe bestmöglich meistern zu können. Die Standortaufgabe wäre für das Gebiet eine Katastrophe gewesen, obgleich davon nie gesprochen worden ist. Doch jetzt scheinen die Zukunft des Standortes und die Qualität der Luftrettung fest gesichert.

 
Autor(en)
Jonas Lettmann