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RK-1 mit Lawinensuchgerät ausgerüstet

01.01.2015

Fresach (A) ::  Der Schneefall der vergangenen Tage hat die Kärntner Berge in ein weißes Gewand getaucht. Nachdem Tausende von Wintersportler den Auftakt der Skisaison mit Ungeduld herbeigesehnt haben, lockt es sie jetzt in die Skigebiete. Auch die Besatzung des Fresacher Notarzthubschraubers hat sich auf die Wintersaison vorbereitet. Ob verletzter Skifahrer oder Lawinenopfer, die Luftretter des RK-1 bringen verunglückten Wintersportlern schnelle Hilfe. Dank Sponsoring der Firma Recco® steht ihnen speziell für Lawineneinsätze ein Suchgerät zur Verfügung.

Der Fresacher Notarzthubschrauber RK-1, der täglich an 365 Tagen im Jahr im Einsatz ist, wird im Winter vor allem in das Skigebiet Goldeck alarmiert. Bei Bedarf wird er auch in die Gebiete Katschberg, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim und Turracher Höhe angefordert.

Die Wintertauglichkeit des Hubschraubers ist die Voraussetzung für einen sicheren Flugbetrieb bei Schnee und Eis. Die während der gesamten Wintersaison montierten Schneebretter verhindern bei möglichen Landungen in tiefem Schnee das Einsinken. Außerdem nutzt die Besatzung an der Station ein spezielles luftfahrtzertifiziertes Heizaggregat. Dieses sorgt dafür, dass die Temperatur im Hubschrauber bei etwa 10°C bis 12°C liegt und das medizinische Equipment optimal funktioniert.

Schnelle Hilfe für Lawinenopfer

Auch für spezielle Einsatzprofile wie Lawinenunglücke ist die Hubschrauberbesatzung bestens vorbereitet. Die Firma Recco® hat der ARA Flugrettung in Fresach kostenfrei einen Detektor zur Verfügung gestellt, um Verschüttete schneller zu finden. Darüber hinaus bietet RECCO® im Umgang mit diesem System Ausbildungsmaßnahmen und technische Unterstützung an. „Noch hatten wir in diesem Winter glücklicherweise keinen Lawineneinsatz. Aber dies kann sich schnell ändern. In der vergangenen Saison wurden wir durch den vielen Schnee bis in das Frühjahr hinein zu Lawinenunglücken alarmiert. Beispielsweise retteten wir ein Ehepaar, das auf einer Skitour in den westlichen Karawanken war, nach einem Lawinenabgang“, berichtet Pilot und Stationsleiter Jürgen Würtz.

Die Lawinengefahr ist nach starken Schneefällen oder Tauwetter erheblich. „Wir raten daher Wintersportlern immer die Lawinenstufen zu beachten, sich ortskundig zu machen und das Gelände richtig einzuschätzen. Man sollte sich lieber einer geführten Skitour mit einem erfahrenen Bergführer anschließen, als auf eigene Faust ein unbekanntes Terrain zu durchqueren“, erläutert Würtz.

Das wichtigste für die Besatzung ist warme Kleidung. „Denn, wenn wir in den Hubschrauber steigen, wissen wir nicht genau, wie die Temperatur- und Schneeverhält-nisse am Einsatzort sind. Wir müssen uns selbst schützen, um uns auf das Wesentliche konzentrieren zu können, die schnelle und professionelle Hilfe für den Patienten“, betont Jürgen Würtz, Pilot und Stationsleiter in Fresach.

 
Autor(en)
Original Pressemitteilung ARA Flugrettung