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Helgoland: NHC stellt Offshore-Rettungshubschrauber (ergänzt)

05.02.2014

Helgoland (SH) ::  Die Firma Northern HeliCopter (NHC) hat auf Helgoland nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) einen Hubschrauber stationiert, um von der einzigen deutschen Hochseeinsel aus die Offshore-Rettung für im Bau befindliche Offshore-Windparks sicherzustellen. NHC hatte bisher schon die Hochsee-Luftrettung im Sinne eines Werksrettungsdienstes von Emden aus sichergestellt (rth.info berichtete). Zusätzlich führt der Emdener Hubschrauber auch Ambulanzflüge durch, z.B. von den ostfriesischen Inseln zum Festland. Den Betrieb der Offshore-Windpark-Rettung finanzieren die Erbauer bzw. Betreiber der Windparks.

Aktuellen Medienberichten ließ sich noch nicht entnehmen, wo der Helikopter von NHC auf Helgoland stationiert ist, sowie ob und in welcher Form der Betrieb von Emden aus fortgesetzt wird. [Update: Siehe Ergänzungen vom 08. Feburar.] Die kleine Insel beherbergt bereits seit vielen Jahren einen SAR-Hubschrauber der Marineflieger. Dieser ist allerdings als Teil des Such- und Rettungsdienstes mit Auftrag gemäß ICAO dort stationiert.

Ergänzungen (Stand 08.02.2014)

Das Unternehmen Windea Offshore GmbH & Co. KG teilte mit, dass der Standort Emden für die Ambulanzflüge weiterhin bestehen bleibe. Der Standort Helgoland-Düne diene hingegen ausschließlich für die Sicherstellung der Offshore-Rettung auf den Windpark-Baustellen. Dabei ist Windea auf verschiedene Dienstleister angewiesen. So kommen die Rettungsassistenten bzw. HEMS Crew Member für den Helgoländer Hubschrauber von der Johanniter Unfallhilfe Oldenburg und die Notärzte aus dem Klinikum Oldenburg, bei dem auch die medizinische Leitung liegt (Organigramm siehe ergänzte Grafik).

Der Helikopter werde aufgrund der geographischen Nähe zu den Windparks in 24/7-Bereitschaft auf Düne stationiert, der kleinen Nebeninsel von Helgoland, auf der auch der Plugplatz gelegen ist. Die AS 365 N3 sei mit zwei Piloten, Winch-Operator, HCM (in Doppelfunktion auch Höhenretter) und Notarzt besetzt. Die Ausstattung umfasse u.a. Dual-Pilot IFR-Ausstattung, VHF-Funkgeräte, ein Seefunkgerät für Marineradio, BOS-Funk, Satellitentelefon, Flight Following System, Maving Map und die Rettungswinde.

Autor(en)
PPR
Quelle(n):
NDR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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