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Standorte

Mit dem Aufbau eines Netzes von Rettungshubschrauber- Stationen ist Westdeutschland wurde 1970 begonnen, als der erste Rettungshubschrauber in München seinen Dienst aufnahm. Doch erst in den Folgejahren entwickelte sich wirklich eine Stationsstruktur, welche die Bezeichnung Netzwerk zu verdienen begann.
In den neuen Bundesländern wurde nach der deutschen Wiedervereinigung ein fast ebenso flächendeckendes Standortsystem aufgebaut.

Über 70 Stationen stellen heute eine nahezu flächendeckende Versorgung des Landes sicher. Die meisten Luftrettungsmittel der Primärrettung (RTH) sind an Schwerpunkt- Krankenhäusern stationiert.

Auf dem Sektor der Intensivtransporthubschrauber (ITH) findet man Luftrettungsmittel zumeist an Flughäfen (z.B. Christoph Westfalen, Christoph Niedersachsen), aber auch an Kliniken der maximalen Versorgung (z.B. ITH Regensburg).

An den meisten Stützpunkten findet man die ganze für den Hubschrauberbetrieb notwendige Infrastruktur wie den Hangar, eine Betankungsanlage, Unterkünfte für die Besatzung, Löschmittel und dergleichen mehr. Auch muss beispielsweise das Abfragen des aktuellen und vorhergesagten Flugwetters durch den Piloten möglich sein. An einigen Stationen an Krankenhäusern ist ein Hangar oder eine Betankungsanlage (noch) nicht vorhanden. Deren Einrichtung wird jedoch allgemein für jede Luftrettungsbasis angestrebt, da dies der Crew Arbeit erspart und Kosten senkt. So kann der Lärmpegel und der Kostenaufwand beim Betrieb erheblich gesenkt werden, weil Flüge zur nächsten Tankanlage entfallen.

Seit Jahrzenten ist es in grenznahen Regionen auch möglich, dass deutsche Rettungshubschrauber im Ausland die dortigen Rettungsdienste unterstützen. Seitdem 24.09.1997 ist nun die offizielle grenzüberschreitende Luftrettung Realität: An jenem Tag nahm der ehemalige "SAR 72" aus Würselen unter dem neuen Alias "Christoph Europa 1" und der betrieblichen Federführung der ADAC Luftrettung vertraglich geregelt die grenzenlose Arbeit in Deutschland, Belgien und den Niederlanden auf. Weitere, ähnliche Projekte folgten für "Christoph 24" in Rheine (NRW), welcher seither "Christoph Europa 2" heißt, in Suben (Österreich), wo der deutsche und der österreichische Automobilclub jeweils im Wechsel die neue Station des "Christophorus Europa 3" betreuen, sowie in Groningen (NL), von wo aus "Lifeliner Europa 4" auch nach Deutschland zu starten bereit ist. Der deutsche "Christoph 9" aus Duisburg sowie der niederländische "Lifeliner 3" können seit Oktober 2003 ebenfalls in grenznahen Gegenden des Nachbarlandes zum Einsatz kommen, sollten rettungsdienstliche Aspekte dies erforderlich machen. An der Grenze zu Dänemark startet "Christoph Europa 5" von Niebüll aus.

Grenzenlose Luftrettung, im Zeichen der Europaflagge: Realität im geeinten Europa

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Foto: ADAC und ÖAMTC