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Ochsenfurt feierte Geburtstag

14.09.2005

Christoph 18 ist 25 Jahre alt geworden – und hat sich vom ersten Tag seines Daseins an voll einer guten Sache gewidmet. Am 17. Juli 2005 war es nun soweit, die Festivitäten für das 25jährige Bestehen der Rettungshubschrauber-Station "Christoph 18" in Ochsenfurt fanden ihren Höhepunkt mit einem Tag der offenen Tür. Das Main-Klinikum beteiligte sich mit den 3. Gesundheitstagen an dem Festakt.

Bereits um acht Uhr morgens waren die meisten Vorbereitungen schon fertig und es fehlten eigentlich nur noch die zahlreich erwarteten Besucher an diesem Tag. Diese ließen aber nicht sehr lange auf sich warten. Die beteiligten Helfer waren das Technische Hilfswerk (THW) Ochsenfurt, Freiwillige Feuerwehr Ochsenfurt, Polizei, Rettungstaucher des bayerischen Roten Kreuzes (BRK), die Rettunghundestaffel-BRK aus der Region und zahlreichen Mitarbeitern der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) und des Main-Klinikums. Natürlich dürfen die vielen ehrenamtlichen Helfer nicht vergessen werden, die sich mit allerlei leckeren Kuchen und Torten, die auch zum Verkauf standen beteiligten.

Gegen neun Uhr fing das rege Treiben nun wirklich an, die ersten neugierigen Besucher trafen ein. Es bot sich ihnen ein abwechslungsreiches Angebot. Das gesamte Areal der Station wurde mit eingebunden. Die Rettungstaucher demonstrierten ihr Können in einem Tauchbecken, die Rettungshundestaffel zeigte den Besuchern einen eindrucksvollen Parcours, eine BO-105 umgebaut als Simulationstrainer der Bayerischen Polizei-Hubschrauberstaffel konnte besichtigt werden.

Außerdem konnten die Besucher den am Standort Ochsenfurt stationierten Rettungshubschrauber (RTH), eine EC-135 P2, als Anschauungsobjekt besichtigen. Anstatt der EC flog an diesem Tag eine BO 105 (Kennzeichen D-HJJJ) die Einsätze, denn der reguläre Ablauf durfte trotz der Feierlichkeiten nicht beeinträchtigt werden.

 Besichtigung der Eurocopter EC 135 der Rettungsflugwacht: Ein Erebnis für die Besucher

Besichtigung der Eurocopter EC 135 der Rettungsflugwacht: Ein Erebnis für die Besucher

Foto: Patrik Kalinowski

Das Angebot eines gewerblichen Anbieters von Hubschrauberrundflügen wurde dankend angenommen. Der Hubschrauber war den ganzen Tag komplett ausgebucht.

Als Besonderheit waren auch die US-Streitkräfte mit einer Sikorsky UH-60 Blackhawk und die Bundeswehr mit einer Bell UH 1D der Heeresflieger vertreten. Die beiden Maschinen durften die Besucher ohne Berührungsängste inspizieren.

 Anflug des Heeresflieger-Hubschraubers, welcher anschließend ebenfalls zu besichtigen war

Anflug des Heeresflieger-Hubschraubers, welcher anschließend ebenfalls zu besichtigen war

Foto: Patrik Kalinowski

Die DRF hat die einen Teil der Geschichte der Luftrettung und ihre eigene Entstehung in einer mehrseitigen Collage dargestellt.

Abschließend ein kleiner Rückblick auf die nun mehr als 25 Jahre umfassende Geschichte des Rettungshubschrauber- Standorts Ochsenfurt.
1980 wurde Standort Ochsenfurt durch den ADAC gegründet und übergangsweise betrieben, danach folgte das BMI (Bundesministerium des Inneren) bis zum 31.12.1995 und ab 01.01.1996 wurde der Standort von der DRF übernommen und bis jetzt geführt.
Im Mai ´96 kam dann die ersteEinsatzmaschine des Typs EC-135 und Mai 2005 die neuere EC-135 P2, die bis jetzt noch dort stationiert ist.

Hinweise:

  1. Aufgrund technischer Schwierigkeiten wird dieser Artikel nachgereicht. Wir möchten Ihnen den Bericht trotz der Verspätung nicht vorenthalten.
  2. Die Autoren dieses Textes sind seit März 2006 nicht mehr Mitglied des Teams von rth.info. Mehr dazu im Bereich "In eigener Sache".
Autor(en)
Catharina Schletz
Patrik Kalinowski

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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