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Erstes Bell UH-1D „Huey“ Treffen 2026

24.06.2026

Die Bell UH-1D war jahrzehntelang fester Bestandteil in der Bundeswehr, der Luftrettung oder auch des Bundesgrenzschutzes. Dort wurde sie dann nach und nach ausgemustert und letztendlich gingen dann die letzten Exemplare 2021 bei der Bundeswehr außer Dienst.

Ein Großteil der Huey-Enthusiasten und auch ehemalige Crewmitglieder waren vermutlich der Annahme, diese Legende der Luftfahrt am deutschen Himmel nicht mehr sehen und vor allem hören zu können. Sie sollten sich irren. Einige der nun ausgemusterten und eingelagerten Maschinen der Bundeswehr wurden nach und nach an Privatpersonen verkauft, entmilitarisiert, flugtauglich gemacht und sind schließlich wieder zugelassen worden. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis man das vertraute Klopfen am Himmel wieder wahrnehmen konnte.

Im Jahr 2022 machte die ehemalige 73+39 den Anfang und wurde als D-HUEY zugelassen. Nach und nach tauchten immer mal wieder Maschinen bei verschiedenen Events auf. Mittlerweile sind es wohl über 20 Maschinen, die zivil zugelassen worden sind, und das nicht nur in Deutschland.

So organisierte die Bundeswehr Sportfluggruppe Niederstetten e.V. am 19. und 20.06.2026 erstmalig ein Huey-Treffen in Deutschland, welches auf dem zivilen Gelände des Heeresflugplatzes in Niederstetten stattfand. Der erste Tag war für die Spotter vorgesehen, der zweite dann für die Öffentlichkeit.

Der Blick vom Tower auf das Vorfeld

Der Blick vom Tower auf das Vorfeld

Foto: Ole Meisen

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Auch wenn sie in Reih und Glied stehen und noch Heer oder SAR zu erkennen ist – dies sind mittlerweile alles zivil zugelassene Hubschrauber

Auch wenn sie in Reih und Glied stehen und noch Heer oder SAR zu erkennen ist – dies sind mittlerweile alles zivil zugelassene Hubschrauber

Foto: Patrick Permien

Die Nachfolgerin H145 “LUH SAR“

Die Nachfolgerin H145 “LUH SAR“

Foto: Patrick Permien

Zu sehen waren vor Ort 6 Maschinen: Die D-HLAR, SP-YHY, D-HWAZ, D-HRRI, D-HUHI und die D-HDDR. Die D-HHRR kam zweiten Tag der Veranstaltung noch hinzu, nahm aber nicht an dem anschließenden Formationsflug über Niederstetten teil. Danach kamen die Maschinen kurz zurück zum Flugplatz, landeten dort und flogen kurze Zeit später an ihre Heimatstandorte zurück. Lediglich die D-HLAR und D-HHRR verblieben noch vor Ort. Letztere machte sich am späten Nachmittag dann aber auch wieder auf den Heimweg. Die HLAR ist jetzt noch einige Wochen vor Ort um dort ihre finale Zulassung zu erhalten.

Die zivile Luftrettung war nicht vertreten, abgesehen von ausgestellten Modellhubschraubern. Hingegen nutzte die Bundeswehr die Gelegenheit, bei der Veranstaltung – buchstäblich direkt vor dem Kasernenzaun – über ihre Arbeit zu informieren. Sie stellte einen Transporthubschrauber NH 90 sowie eine H145 LUH SAR zur Besichtigung aus. Letztere ist die Nachfolgerin der Bell UH 1-D im deutschen SAR-Dienst über Land. Von Niederstetten aus fliegt der "SAR 63" zu seinen Einsätzen im süddeutschen Raum.

Letzten Endes war es trotz der extremen Hitze ein doch sehr erfolgreiches und unterhaltsames Event, welches in den nächsten Jahren hoffentlich nochmals wiederholt wird. Und wer weiß, vielleicht dann sogar noch mit einigen Hubschraubern mehr.

Start zum Formationsflug

Start zum Formationsflug

Foto: Patrick Permien

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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