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Der Rettungshubschrauber für die Westpfalz (Teil 3): Wo zwei oder drei ... – JLR und WKK stellen Hubschrauber für innerklinische Transporte in Dienst

28.09.2019

Mit Schreiben vom 19. Oktober 2018 informierte die Johanniter Luftrettung (JLR) das zuständige Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz (MdI RLP) über die bevorstehende Stationierung eines Transporthubschraubers in Sembach und die Möglichkeit des subsidiären Einsatzes im Rettungsdienst. Am Montag, dem 22. Oktober 2018, wurde dann ein Hubschrauber der JLR für den Interhospitaltransfer (IHT), d. h. für innerklinische Transporte zwischen den Krankenhäusern des Westpfalz-Klinikums (WKK), zunächst auf dem ehemaligen US-Airfield in Sembach in der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im Landkreis Kaiserslautern stationiert. Angedacht war ein einjähriger Probebetrieb. Eine spätere Verlegung nach Imsweiler in der Verbandsgemeinde Rockenhausen im Donnersbergkreis war bereits in Planung wurde aber nicht mehr umgesetzt. Der neue Hubschrauber für die Westpfalz wurde am 19. Oktober 2018 im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung der Öffentlichkeit vorgestellt; Printmedien, Rundfunk und Fernsehen berichteten tagesaktuell hierüber.

Auf der ehemaligen US-Air Base Sembach fand der ITH “Air Rescue Pfalz“ seine (vorerst?) auf elf Monate beschränkte Heimat (Aufnahme aus dem Dezember 2018)

Auf der ehemaligen US-Air Base Sembach fand der ITH “Air Rescue Pfalz“ seine (vorerst?) auf elf Monate beschränkte Heimat (Aufnahme aus dem Dezember 2018)

Foto: Jörn Fries

Zur blauen Stunde steht der ITH “Air Rescue Pfalz“ Ende August 2019 an seiner Homebase in Sembach

Zur blauen Stunde steht der ITH “Air Rescue Pfalz“ Ende August 2019 an seiner Homebase in Sembach

Foto: Tobias Klein

Ende Januar 2019 kam von Sembach aus die “White Lady“ (D-HFVP) als ITH “Air Rescue Pfalz“ zum Einsatz – ein echter Hingucker

Ende Januar 2019 kam von Sembach aus die “White Lady“ (D-HFVP) als ITH “Air Rescue Pfalz“ zum Einsatz – ein echter Hingucker

Foto: Tobias Klein

Die Einsatzmaschine vom Typ AS 365 N3 „Dauphin“ mit dem Rufnamen „Air Rescue Pfalz“ entsprach sowohl in ihrer Ausrüstung als auch ihrer Besatzung einem Intensivtransporthubschrauber (ITH), war jedoch nicht dem öffentlich-rechtlichen (Luft-)Rettungsdienst zugeordnet, sondern wurde auf Basis eines privatrechtlichen Vertrages zwischen der JLR und dem Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern (WKK) eingesetzt. Die Maschinen und die Piloten stellte der in Reichelsheim in der Wetterau (Hessen) ansässige langjährige Partner der Johanniter Luftrettung, die Firma Heli-Flight, die Notfallsanitäter und Rettungsassistenten bzw. HEMS TC kamen von der Johanniter-Unfall-Hilfe und die Notärzte stellte die Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie 1 des Westpfalz-Klinikums. Zum Stationsleiter des Johanniter-Luftrettungszentrums Pfalz ernannt wurde Peter Ziepser, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Imsweiler und vormals Vorsitzender der Bürgerinitiative “Christoph Kaiser“ (siehe Teil 2 der rth.info-Reportage).

Ab dem 22. Oktober führte die JLR im Rahmen einer Kooperation für das WKK innerklinische Verlegungstransporte (Interhospitaltransfer – IHT) zwischen den vier WKK-Standorten Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Kusel und Rockenhausen durch. Darüber hinaus wurde der neue ITH auch bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Kaiserslautern, Rufname “Leitstelle Kaiser“, für subsidiäre Einsätze in der Notfallrettung (Primär- und Sekundäreinsätze) einsatzbereit gemeldet, da sowohl die dreiköpfige Crew (Pilot, HEMS TC und Notarzt) als auch die Einsatzmaschine die Anforderungen des Rettungsdienstgesetzes (RDG) Rheinland-Pfalz vollumfänglich erfüllte.

Krankenkassen verweigern Refinanzierung der subsidiären Primäreinsätze des “Air Rescue Pfalz“

Im November 2018 berichteten die örtlichen Medien, dass die Kostenträger, d. h. die Krankenkassen, die Vergütung von subsidiären Einsätzen des ITH „Air Rescue Pfalz“ zur Ergänzung des regionalen Rettungsdienstes im Großraum Kaiserslautern mit der Begründung boykottierten, dass der Transporthubschrauber im Rettungsdienst ohne jegliche Abstimmung eingesetzt werde. Die AOK gab an, davon überzeugt zu sein, dass die Verlegungen nur als Trick bzw. Vorwand benutzt würden, um den „Air Rescue Pfalz“ sozusagen über die „Hintertür“ des IHT im Rettungsdienst einzusetzen und bestand auf ein klärendes Gespräch mit der JLR und dem WKK. Peter Förster, Geschäftsführer des WKK, erklärte hinsichtlich der Vergütung der Einsätze des „Air Rescue Pfalz“ am 6. November 2018 in der örtlichen Tageszeitung “Die Rheinpfalz“: „Unser Vertrag mit den Johannitern ist davon nicht berührt. Wir haben im Jahr schätzungsweise fünf Patienten, die innerklinisch transportiert werden müssen, die Kosten für diese Transporte werden wir selbstverständlich übernehmen.“

Erst kein Bedarf für einen RTH, dann sogar zwei ITH im Gespräch – DRF Luftrettung bietet 24-Stunden-ITH mit Station in Zweibrücken an

Parallel zu den Aktivitäten der JLR in Sembach stellte die DRF Stiftung Luftrettung gAG aus Filderstadt (Baden-Württemberg) beim Innenministerium Rheinland-Pfalz den Antrag zur Stationierung eines Transporthubschraubers auf dem ehemaligen US-Airfield Zweibrücken und kündigte dazu eine Kooperation mit dem Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg/Saar sowie den Start für den 1. April 2019 an. Am 21. November 2018 stellte die DRF Luftrettung auch beim Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes einen Antrag zur Stationierung eines Transporthubschraubers in Zweibrücken im Rahmen einer Kooperation mit dem UKS.

Die DRF Luftrettung bot den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland eine H145 als 24-Stunden-ITH mit Standort Zweibrücken an (hier eine aktuelle Aufnahme aus Halle-Oppin)

Die DRF Luftrettung bot den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland eine H145 als 24-Stunden-ITH mit Standort Zweibrücken an (hier eine aktuelle Aufnahme aus Halle-Oppin)

Foto: Jörn Fries

Nach einem Gespräch am 9. November 2018 im WKK, zu dem Vertreter der JLR nicht eingeladen wurden, gab das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz bekannt, dass der Bedarf für die Luftrettung in der Westpfalz und dem Saarland neu ermittelt werden solle.

Ist die Johanniter Luftrettung nur ein Lückenfüller?

“Die Rheinpfalz“ berichtete am 24. Januar 2019, dass die Verträge der JLR mit den Kostenträgern noch bis zum 28. Februar 2019 laufen. Nach JLR-Angaben würden ihr pro Flugminute lediglich 50 Euro gezahlt, was weit unter dem regulären Satz von 66 Euro liege, den die ADAC Luftrettung bekäme. Trotzdem würde man weiterfliegen. Nach der Stadt Kaiserslautern sowie den Kreisen Kaiserslautern und Kusel schloss sich am 15. April 2019 auch der Donnersbergkreis einer Resolution zur dauerhaften Stationierung eines Rettungshubschraubers in der Westpfalz an. Einige Tage später, am 29. April 2019, teilte die JLR mit, dass mit den Kostenträgern in einem Vorgespräch vereinbart worden sei, dass der „Air Rescue Pfalz“ vorerst bis zum 30. September 2019 weiter betrieben werden solle.

Am 7. August dieses Jahres flog die JLR mit ihrem „Air Rescue Pfalz“ subsidiär den 1.000sten Notfalleinsatz. Vor diesem Hintergrund ist besonders herauszustellen, dass die hohe Einsatzhäufigkeit des “Air Rescue Pfalz“ als RTH in der Westpfalz oftmals mit Ausfällen bzw. Abmeldungen von Notarztstandorten (NAW/ITW und NEF) und Rettungswachen (RTW) korrelierte. Dazu ist älteren Studien aus dem Jahre 2009/2010, einer Dissertation mit Daten aus dem nahezu gleichen Zeitraum und der aktuellen Tagespresse deutlich zu entnehmen, dass alleine in den letzten zehn Jahren Notarztstandorte in ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz, insbesondere Standorte mit unter 10.000 Einwohnern, so auch im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern, immer wieder bzw. regelmäßig wegen Personalmangels, d. h. Notärztemangel, abgemeldet werden mussten. Die Schwerpunkte der Abmeldungen von Notarztstandorten liegen demnach tageszeitabhängig an Werktagen nach 16.00 Uhr (Nachmittag, Abend- und Nachtstunden) sowie an Feiertagen und Wochenenden, also außerhalb der regulären Dienstzeit von Klinikärzten. So berichtete “Die Rheinpfalz“ in ihrer Ausgabe vom 19. April dieses Jahres, dass der Notarztstandort Kirchheimbolanden im Donnersbergkreis im 1. Quartal 2019 an 20 Tagen bzw. einem Viertel des Quartalszeitraums abgemeldet war und damit in dieser Zeit kein bodengebundener Notarzt in dieser Region zur Verfügung stand, um nur eines von mehreren Beispielen zu nennen. Viele dieser Einsätze konnten durch den schnellen Notarztzubringer „Air Rescue Pfalz“ übernommen sowie zeit- und patientengerecht durchgeführt und damit luftgebunden kompensiert werden. Hierin begründet auch der Vorwurf von Peter Ziepser, der im Interview mit rth.info indirekt den zuständigen Behörden und Kliniken, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie weiteren Organisationen Organisationsverschulden vorgeworfen hatte.

“Herzlichen Dank Johanniter!!! – Willkommen ADAC!!!“

Der Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin, Schmerztherapie (AINS) des WKK, Prof. Dr. med. Stefan Hofer, berichtete am 27. August dieses Jahres auf der von der AINS eigenständig betriebenen facebook-Seite “[I]n eigener Sache“, dass der „Air Rescue Pfalz“ seinen Dienst als primäres Luftrettungsmittel (RTH) zum 2. September 2019 einstellen werde, da die ADAC Luftrettung im kompetitiven Wettbewerb den Zuschlag für den einjährigen Probebetrieb erhalten habe. Er betonte, dass es um ein „proof of concept“ für die Region gehe und nicht nach den „Farben“ der Maschine zu urteilen sei. Vielmehr zähle das Versorgungsergebnis. Er bedankte sich bei der JLR für die herausragende Zusammenarbeit und hieß die ADAC Luftrettung herzlich willkommen. Günther Lohre teilte daraufhin mit einer eigenen Pressemitteilung mit, dass die Einstellung der subsidiären Rettungsflüge nicht die Einstellung der Transportflüge für das WKK zur Folge hätte. Man sei schließlich vertragstreu und hielte an dem bis Ende September 2019 geltenden Vertrag mit dem WKK fest.

Gruppenfoto der Klinik für Anästhesie, Intensiv- Notfallmedizin und Schmerztherapie 1 auf dem Hubschrauberlandeplatz des Westpfalz-Klinikums

Gruppenfoto der Klinik für Anästhesie, Intensiv- Notfallmedizin und Schmerztherapie 1 auf dem Hubschrauberlandeplatz des Westpfalz-Klinikums

Foto: Westpfalz-Klinikum

Vorausgegangen war am 23. August ein Bericht in der “Rheinpfalz“, in der Sonja Bräuer, Pressesprecherin des MdI RLP, mitteilte, dass “ [d]ie ADAC Luftrettung gGmbH [...] das annehmbarste Angebot in dem Vergabeverfahren abgegeben [hat]“. “Die Rheinpfalz“ schrieb im gleichen Artikel: “Die Johanniter Luftrettung, die seit Oktober 2018 von Sembach aus mit dem ‘Air Rescue Pfalz‘ über 1.000 Einsätze geflogen hat, konnte das Ministerium ebenso wenig überzeugen wie die DRF als dritter Bewerber im Bieterverfahren.“ Innerhalb weniger Tage wurden dann seitens des Mainzer Innenministeriums Fakten geschaffen, obwohl bis dato noch überhaupt kein offizielles Ergebnis des Interessenbekundungsverfahrens bekannt gegeben wurde. Dieses sollte erst am Vormittag des 2. September 2019 folgen. Dem Interessenbekundungsverfahren und den dramatischen Entwicklungen zwischen dem 23. August und dem 2. September 2019 ist Teil 4 der rth.info-Reportage gewidmet. er erscheint Anfang Oktober 2019.

Aus der “Red Nose“ wird der “Gelbe Engel“

Nachdem am 2. September dieses Jahres um 7.00 Uhr die Einsatzbereitschaft bei der Integrierten Leitstelle (ILS) Kaiserslautern für den RTH/ITH „Christoph 66“ der ADAC Luftrettung gemeldet wurde, flog dieser um 7.21 Uhr die neue, eilig improvisierte Luftrettungsstation in der Westpfalz auf dem Segelflugplatz Eßweiler an. Dort begrüßte die örtliche Feuerwehr mit einem neuen TSF-W, eingeschaltetem Blaulicht und einer Girlande „Herzlich Willkommen“ die neue RTH-Crew kameradschaftlich.

Egal ob Regen oder Nebel, der ITH “Air Rescue Pfalz“ flog fast jeden Tag (hier landet er Ende Dezember 2018 an seiner Homebase)

Egal ob Regen oder Nebel, der ITH “Air Rescue Pfalz“ flog fast jeden Tag (hier landet er Ende Dezember 2018 an seiner Homebase)

Foto: Jörn Fries

Auch in den letzten Tagen wurde der ITH “Air Rescue Pfalz“ noch zu Notfalleinsätzen herangezogen (hier am 30. August 2019  in Buchholz bei Bruchmühlbach-Miesau)

Auch in den letzten Tagen wurde der ITH “Air Rescue Pfalz“ noch zu Notfalleinsätzen herangezogen (hier am 30. August 2019 in Buchholz bei Bruchmühlbach-Miesau)

Foto: Tobias Klein

Am 12. September 2019 steht der RTH “Christoph 66“ im Hangar der ADAC-Luftrettungsstation “Christoph 5“ an der BG Klinik in Ludwigshafen

Am 12. September 2019 steht der RTH “Christoph 66“ im Hangar der ADAC-Luftrettungsstation “Christoph 5“ an der BG Klinik in Ludwigshafen

Foto: Ole Meisen

Die aktuelle Luftrettungskarte zeigt das Einsatzgebiet des seit 2. September 2019 interimsweise in Eßweiler stationierten Dual-Use-RTH “Christoph 66“

Die aktuelle Luftrettungskarte zeigt das Einsatzgebiet des seit 2. September 2019 interimsweise in Eßweiler stationierten Dual-Use-RTH “Christoph 66“

Foto: Werner Wolfsfellner MedizinVerlag München

Am Vormittag des gleichen Tages unterzeichneten im rheinland-pfälzischen Innenministerium in Mainz Randolf Stich, Staatssekretär im MdI RLP, und Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, den Vertrag zur Durchführung des Übergangs- und einjährigen Probetriebes in der Westpfalz mit dem RTH/ITH „Christoph 66“ in Eßweiler. Parallel dazu meldete die JLR ihren Transporthubschrauber in Sembach bei der ILS Kaiser in Kaiserslautern an, zog ihn dann aber am Nachmittag des 2. September von seinem Standort im Gewerbegebiet Sembach ab. An seinem letzten Einsatztag hatte ihn die ILS “Kaiser“ nicht mehr alarmiert.

EXKURS: Fanpage „Air Rescue Pfalz“

Während der gesamten Einsatzzeit des „Air Rescue Pfalz“ gab es eine Fanpage auf facebook, die die Aktivitäten an der neuen Luftrettungsstation Sembach als auch die Aktivitäten des neuen Hubschraubers akribisch verfolgte und darstellte. Noch heute gehen Beiträge und viele Fotos von der „Red Nose“, wie der „Air Rescue Pfalz“ von seinen Fans liebevoll genannt wurde, ein. Die Fanpage wurde ursprünglich zur Darstellung des Engagements und der Arbeit der Crew des „Air Rescue Pfalz“ eingerichtet, ist aber längst zu einem treuen Begleiter des gesamtes Projektes und der Zeit darüber hinaus geworden. Sie kann als ein Beispiel dafür angesehen werden, wie sogenannte “soziale Medien“ Handlungen von Behörden und Organisationen beeinflussen und wie Emotionen rationelle Entscheidungen mehr und mehr ersetzen.

Teil 3 der rth.info-Reportage endet mit dem Abdruck von Interviews mit Verantwortlichen von JLR und WKK, die Jörn Fries und Holger Scholl für rth.info in den letzten Tagen geführt haben, bzw. mit einer Stellungnahme der AOK, die am Freitagnachmittag (27.09.2019) einging.

Beginnen wollen wir mit dem Interview mit dem CEO der JLR, Herrn Günther Lohre:

Günther Lohre, CEO der Johanniter Luftrettung

Günther Lohre, CEO der Johanniter Luftrettung

Foto: Johanniter Luftrettung

rth.info: Sehr geehrter Herr Lohre, vielen Dank, dass Sie zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. Vor elf Monaten haben Sie gemeinsam mit dem WKK einen ITH für die Westpfalz in Dienst gestellt. Wie kam es zu dieser auch überregional Beachtung findenden Kooperation?

Günther Lohre: Seit den späten 1960er Jahren ist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Rheinland-Pfalz als Hilfsorganisation tätig und sie wurde dort frühzeitig mit ihren Rettungswagen und Krankentransportwagen in den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst integriert. Bereits 1998 wurden wir im Ministerium vorstellig und boten unsere Dienste in der Luftrettung an; dies wurde wegen “Mangel an Bedarf“ abgelehnt.

Die Johanniter Luftrettung aus Hessen wurde aber durch den in Mainz ansässigen B.A.N.I. [rth.info: Beratenden Arzt für Notfall- und Intensivtransporte] sehr oft von Reichelsheim/Wetterau aus zu Einsätzen in Rheinland-Pfalz beauftragt. Daher machten wir zusammen mit Herrn Professor Madler vom Westpfalz-Klinikum ein erneutes Angebot beim Ministerium für die Stationierung eines RTH/ITH; dies wurde wegen fehlendem Bedarf erneut rigoros abgelehnt.

In der weiteren Zeit wurden aber immer mehr Hubschrauber der Johanniter Luftrettung für Rheinland-Pfalz und das Saarland durch Kliniken und Leitstellen für spezielle Verlegungstransporte und sonstige Einsätze beauftragt. Nachdem der in Mainz stationierte Hubschrauber den Nachtflugbetrieb eingestellt hatte [rth.info: Gemeint ist “Christoph 77“ der ADAC Luftrettung, der am 1. Juli 1997 in Dienst gestellt wurde und anfänglich im 24-Stunden-Betrieb Einsätze in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland flog], teilte das rheinland-pfälzische Innenministerium den Leitstellen vor Ort sogar offiziell mit, dass für Nachteinsätze in Rheinland-Pfalz die Hubschrauber der Johanniter Luftrettung aus Hessen eingesetzt werden können.

Der Bedarf von Verlegungsflügen – tagsüber und auch nachts – im Bereich der Pfalz und des Saarlandes nahm im Laufe der Jahre immer weiter zu. Daher wurde die Forderung nach einem weiteren Hubschrauber, der auch die Sondertransporte (ECMO, Schwerlast, Infektion usw.) sowohl tagsüber als auch nachts durchführen kann, von verschiedenen Seiten immer lauter, so dass sich eine Interessengemeinschaft bildete. Die Idee war, dass für die Kliniken im Saarland und in der Westpfalz ein Hubschrauber für diese Sondertransporte sowie für interne Verlegungen eingerichtet werden sollte. Gespräche wurden somit von der Johanniter Luftrettung mit Kliniken und Behörden geführt; das Ministerium war leider nicht bereit, diese Angelegenheit mit den Beteiligten zu besprechen. Letztlich wurde aufgrund dieser Idee zwischen der Johanniter Luftrettung und dem Westpfalz-Klinikum eine vertragliche Regelung, unter Mitarbeit der beteiligten Landkreise [rth.info: das waren der Donnersbergkreis, die beiden Landkreise Kaiserslautern und Kusel sowie die Stadt Kaiserslautern], getroffen und ein Intensivtransporthubschrauber (ITH) außerhalb des Rettungsdienstgesetzes am Standort in Sembach stationiert. Im Bedarfsfall haben wir diesen Hubschrauber natürlich den öffentlich-rechtlichen Leitstellen bei Überlastung oder Ausfall des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes zur Nutzung angeboten. Dass der von der Johanniter Luftrettung sowie von den Kliniken und Landkreisen seit Jahren prognostizierte Bedarf vorhanden war, dokumentieren die über 1.100 Einsätze in den elf Monaten, in denen die Johanniter Luftrettung den ITH betreiben durfte.

rth.info: Können Sie nachvollziehen, dass die Kostenträger zuerst die Vergütung der Primäreinsätze am Standort Sembach verweigert hatten, während sie beim ITH-Modell in Adenau mit dem „Air Rescue Nürburgring“ keinen Anlass sahen? Wie erklären Sie sich diese Diskrepanz?

Günther Lohre: Wir können es durchaus verstehen, dass die Kostenträger sich zunächst weigerten, die Primäreinsätze des “Air Rescue Pfalz“ zu vergüten, da sie in die Stationierung dieses Klinikverlegers nicht eingebunden waren. Nach intensiven Verhandlungen, bei denen wir aufgrund des Einsatzaufkommens nachweisen konnten, dass ein Bedarf für den Einsatz dieses Hubschraubers auch im Primärbereich gegeben ist und durch die ortsnahe Stationierung die An- und Abflugkosten der bis dahin eingesetzten Hubschrauber aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland stark verringert werden, waren die Kostenträger bereit, sich an den Kosten zu beteiligen – leider nicht in voller Höhe! Wir akzeptierten dies aber, weil wir von der Notwendigkeit dieses zusätzlichen Rettungsmittels überzeugt waren – und es auch weiterhin sind.

Für den ITH “Air Rescue Nürburgring“ gilt eine andere Grundlage. Diese ergibt sich aus dem Umstand, dass wir dort zunächst als “Werksrettungsdienst“ der capricorn Nürburgring operierten. Nach anfänglichen Problemen mit der Refinanzierung der subsidiär durchgeführten Primäreinsätze durch die Krankenkassen wurde eine Lösung gefunden, die alle unmittelbar Beteiligten zufrieden stellte.

rth.info: Nach den unterschiedlichen Erfahrungen, die Sie in Sembach und Adenau gemacht haben: Werden Sie in anderen Bundesländern mit dem gleichen Modell weitere Standorte ins Leben rufen? Und falls ja, welche Lehren ziehen Sie aus den Erfahrungen in Rheinland-Pfalz?

Die Johanniter Luftrettung wird sich selbstverständlich weiter in der Luftrettung beteiligen und an Ausschreibungen teilnehmen. Daneben werden wir weiter innovative Wege zur Deckung des immer weiter steigenden Bedarfs zusammen mit Kliniken und Behörden suchen.

Erlauben Sie mir noch eine Anmerkung: Auch das bereits im Jahr 2013 gemachte Angebot der Johanniter zur Verbesserung der notärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz durch die Gestellung eines Notarztzubringer- Hubschraubers [rth.info: gemeint ist ein Notarzteinsatzhubschrauber (NEH), wie er derzeit im Landkreis Rostock zum Einsatz kommt], zunächst für den Westerwald und die Eifel, wurde leider bis heute nicht umgesetzt. Da hier aber immer noch ein hoher Bedarf gegeben ist, was durch die Abmeldung von Notarztstandorten wegen Notarzt-Mangel belegt ist, stellt sich die Frage, warum dieses Angebot nicht angenommen wird. Vielleicht soll hier auch wieder lieber ein gelbes Modell eingeführt werden!?! [rth.info: Gemeint ist der so genannte ADAC-Volocopter, den die ADAC Luftrettung erstmals am 29. November 2018 präsentierte und dem sie erst vor wenigen Tagen, nämlich am 26. September 2019, eine weitere Pressemitteilung widmete.]

rth.info: Wir danken Ihnen, Herr Lohre, für Ihre ausführlichen Worte.

Peter Förster, Geschäftsführer der Westpfalz-Klinikum GmbH

Peter Förster, Geschäftsführer der Westpfalz-Klinikum GmbH

Foto: Westpfalz-Klinikum

Professor Dr. med. Stefan Hofer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie 1 der Westpfalz-Klinikum GmbH

Professor Dr. med. Stefan Hofer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie 1 der Westpfalz-Klinikum GmbH

Foto: Westpfalz-Klinikum

Dem Interview mit Günther Lohre folgt nun eines mit den beiden im WKK verantwortlich handelnden Personen. Das ist zum einen Herr Peter Förster, Geschäftsführer der Westpfalz-Klinikum GmbH, zum anderen Professor Stefan Hofer, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin, Schmerztherapie 1 (AINS) des WKK.

rth.info: Sehr geehrter Herr Förster, sehr geehrter Herr Professor Hofer, vielen Dank, dass Sie beide zu einem Gespräch zur Verfügung stehen. Vor elf Monaten haben Sie gemeinsam mit der JLR einen ITH für die Westpfalz in Dienst gestellt. Wie kam es zu dieser auch überregional Beachtung findenden Kooperation?

Peter Förster: Die Westpfalz-Klinikum GmbH wurde initial von der Johanniter-Unfall-Hilfe angesprochen, ob man in einem Verbund mit dem Krankenhaus Idar-Oberstein und dem Universitätsklinikum Homburg/Saar einen Sekundärhubschrauber im Rahmen einer kooperierenden Flächenversorgung zwischen den Standorten teilnehmen möchte. In den weiteren Gesprächen wurde klar, dass sich die zwei anvisierten Partner Idar-Oberstein und Homburg aus dieser Idee zurückziehen.

Vor Ort wurde im Rahmen der Westpfalz-Klinikum GmbH mit seinen Standorten geklärt, ob man auch in dieser eingeschränkten Konstellation einen Probebetrieb starten könne. Selbstverständlich wurde strategisch auch kritisch diskutiert, wie sich dieses System im Rahmen von Anfragen bei Primäreinsätzen verhalten müsste. Die damaligen Absprachen und Entscheidung in diesen Probebetrieb mit der Johanniter-Unfall-Hilfe einzusteigen, erfolgte in enger Abstimmung mit den Landräten, dem Aufsichtsrat des Klinikums und der Rettungsdienstbehörde.

rth.info: Die Notärztinnen und Notärzte der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin, Schmerztherapie 1 (AINS) des WKK fahren bereits seit vielen Jahren im bodengebundenen Notarztdienst und flogen vom 22. Oktober 2018 bis Anfang September 2019 auf dem ITH „Air Rescue Pfalz“. Wie qualifizierten sich Ihre Notärztinnen und Notärzte für die besonderen Aufgaben in der Luftrettung?

Stefan Hofer: Alle auf dem “Air Rescue Pfalz“ eingesetzten Ärzte waren erfahrene Fachärzte für Anästhesie und hatten die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin und spezielle Intensivmedizin. Alle qualifizierten Ärzte/innen hatten langjährige Erfahrung auf bodengebundenen Systemen. 40% der Ärzte/innen waren bereits langjährig auf Hubschraubern eingesetzt. Über 90 % dieser Fachärzte sind als Oberärzt/innen am Westpfalz-Klinikum Standort I eingestellt. Zudem hatte die gesamte ärztliche Crew den DIVI-Transportkurs als Qualifizierung.

Im Rahmen des “Air Rescue Pfalz“ erfolgte eine standardisierte Einarbeitung, die durch die Johanniter Unfall-Hilfe koordiniert wurde. Diese erfolgte im Rahmen flugtechnischer, flugmedizinischer und versorgungstechnischer Aspekte. Es erfolgten mindestens zwei Einarbeitungstage mit fünf dokumentierten Flügen.

rth.info: Das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz teilt in seiner Pressemeldung vom 2. September 2019 mit, dass “für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Patienten eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew“ zur Verfügung stehe. Weiter heißt es dort: “‘Mit dem Westpfalz-Klinikum, der Uniklinik Homburg und der Klinik in Idar-Oberstein haben wir zuverlässige Partner für eine hochqualifizierte Notfallversorgung an unserer Seite‘, so die Erklärung von Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung“. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der ADAC Luftrettung bezüglich der notärztlichen Besetzung des Dual-Use-RTH „Christoph 66“ durch die des Westpfalz-Klinikums?

Stefan Hofer: Bis dato gab es persönlichen Kontakt mit dem ärztlichen Leiter des ADAC, Herrn Dr. med. Jens Schwietring. Zwei Mitarbeiter des Westpfalz-Klinikums durften an der Schulungsmaßnahme des ADAC in Bonn im September teilnehmen, die als Grundvoraussetzung für die weitere Einarbeitung ist. Je zwei weitere Mitarbeiter sind für die Kurse im Dezember und Januar geplant.

Die Gespräche zur weiteren Einarbeitung sind bis dato noch ausstehend. Es müssen pro eingesetzten Arzt zehn Mitflugtage absolviert werden, unabhängig von der bisherigen Flugerfahrung. Erste Besetzungen der drei vom ADAC benannten Kliniken auf dem “Christoph 66“ dürften dann frühestens im Dezember zu erwarten sein, je nach Freigabe durch den ADAC. Die Klinik für Anästhesie des Westpfalz-Klinikums (Standort I) ist weiterhin bereit, direkt Verantwortung zu übernehmen.

Bis dato ist der “Christoph 66“ durch ärztliches Stammpersonal des ADAC besetzt, welches z. B. aus dem Saarland oder der BG Ludwigshafen rekrutiert wird.

rth.info: Wir danken Ihnen, sehr geehrter Herr Förster, lieber Professor Hofer, für das offene Wort.

Den Abschluss von Teil 3 bildet die Stellungnahme der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. Die drei Fragen an die Kostenträger beantwortete Thomas Schneider, Leiter Stabsbereich Unternehmenskommunikation und Politik der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (Neuwied) schriftlich am gestrigen Freitag, dem 27. September 2019.

rth.info: Warum haben Sie sich zuerst geweigert die subsidiären Primäreinsätze des „Air Rescue Pfalz“ am Standort Sembach zu vergüten?

Thomas Schneider: Die Stationierung des “Air Rescue Pfalz“ erfolgte ohne die Absprache mit den Krankenkassen. Insofern drängten die Krankenkassen auf ein klärendes Gespräch mit allen Beteiligten. Im Anschluss daran wurde mit der JUH-Luftrettung gemeinsam ein Kostenersatz für die subsidiären Einsätze des “Air Rescue Pfalz“ getroffen.

rth.info: Warum wird die Flugminute der Johanniter Luftrettung im Primärbereich geringer vergütet als die der ADAC Luftrettung?

Thomas Schneider: Im Gegensatz zu einem öffentlich-rechtlichen Luftrettungsmittel musste der “Air Rescue Pfalz“ keine Vorhaltung erbringen. Der Hubschrauber ist im Bedarfsfall, z. B. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, einsatzbereit. Diese Verpflichtung hatte der “Air Rescue Pfalz“ nicht.

rth.info: Sind inzwischen alle Rechnungen der Johanniter Luftrettung beglichen worden?

Thomas Schneider: Die bei uns eingereichten Rechnungen wurden beglichen.

rth.info dankt der AOK für ihre Stellungnahme.

Teil 4 der Reportage “Der Rettungshubschrauber für die Westpfalz“ erscheint Anfang Oktober. Er befasst sich mit dem Interessenbekundungsverfahren und den dramatischen zwölf Tagen Ende August, Anfang September und wirft abschließend einen Blick in die (nähere) Zukunft der Luftrettung – nicht nur in der Westpfalz.

Autor(en)
Holger Scholl
Jörn Fries
Tobias Klein
Wir danken:
Herrn Werner Wolfsfellner vom gleichnamigen MedizinVerlag in München für die Anfertigung der Luftrettungskarte

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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