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Luftrettung Dänemark: DRF gewinnt Ausschreibung

04.02.2010

Kopenhagen (DK) ::  Die DRF Luftrettung hat nach einem heutigen Bericht der Zeitung "Der Nordschleswiger" eine Ausschreibung gewonnen, nach der sie ab Mai den Helikopter am neu einzurichtenden Rettungshubschrauber-Standort Ringsted stellen darf. Ringsted liegt, wie auch die Hauptstadt København, auf Dänemarks größter Ostseeinsel Sjælland. Genauer beschrieben ist der Gewinner der Ausschreibung die Falck DRF Luftambulance A/S.

Es soll von Ringsted aus nur im Tagflugbetrieb geflogen werden, heißt es in dem heute publizierten Artikel. Auf der Webseite der DRF ist zur Stunde noch nichts von den Neuigkeiten zu lesen. Jedoch zitiert die deutschsprachige Zeitung, die in Dänemark erscheint, DRF-Pressesprecherin Petra Hentschel zu der Angelegenheit mit den Worten:

"Das auf Seeland ist etwas ganz Neues. Die Station in Niebüll ist davon nicht berührt."

Der Betrieb sei zunächst auf achtzehn Monate begrenzt, heißt es. Danach sollen Auswertungen der Erfahrungen darüber entscheiden, ob der Betrieb fortgesetzt wird. Dänemark hat bislang keine reguläre Zivilluftrettung, mit Ausnahme des Bereichs Sønderjyllands Amt (Südjütland). Der Bereich Sønderjyllands Amt wird von der nordfriesischen Kleinstadt Niebüll aus mit abgedeckt, von wo aus die DRF Luftrettung bereits seit dem 01.04.2005 mit "Christoph Europa 5" grenzüberschreitend in der Rettung aktiv ist. Auch hier kooperiert sie mit dem dänischen Rettungs- und Sicherheitsdienstleister Falck.

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Autor(en)
PPR
Quelle(n):
Der Nordschleswiger vom 04.02.2010

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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