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20 Jahre ADAC Ambulanzhubschrauber

19.10.2009

Hamburg (HH) ::  Auch wenn das Datum evtl. Anmerkungen bezüglich des Zeitpunktes auslösen mag, der 11. Oktober ist für den 1. ADAC Ambulanzhubschrauber „Christoph Hansa“ korrekt.

Am Vormittag des 11.10.1989 übernahm der damalige ADAC Präsident Flimm vor dem ADAC Gebäude die seinerzeit 10. Maschine für den ADAC von Carl- Peter Fichtmüller von der Firma MBB. Auf der Luftrettungs-Fachtagung in Garmisch-Partenkirchen, die am Nachmittag des gleichen Tages stattgefunden hatte, ging Flimm auf die Übernahme des Hubschraubers wie folgt in seiner Begrüßungsrede ein:

"...Dieser Hubschrauber mit der Bezeichnung `Christoph Hansa` wird die Aufgabe erhalten, den Luftrettungsdienst im Großraum Hamburg zu verstärken..."

Im Rahmen eines Static-Display zur RTH-Fachtagung wurde die BO 105 damals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit „Christoph Hansa“ begann der Aufbau eines eigenen Sekundär- Stationsnetzes. Der damals größter Anbieter dieses Segmentes in Deutschland war die DRF (heute DRF Luftrettung). Im Laufe der nachfolgenden Jahre wurde der ursprüngliche "Ambulanzhubschrauber" durch den Begriff "Intensivtransport-Hubschrauber" (ITH) ersetzt.

Heute wird der "Christoph Hansa" nicht mehr ausschließlich als ITH sondern vielmehr als sogenannter "Dual Use"-Hubschrauber eingesetzt. Im Jahr 2008 wurden von "Christoph Hansa" von 1.799 Einsätzen 93,3 Prozent primär geflogen. Auch bei dem in Mainz stationierten "Christoph 77" sprach das hessische Fachministerium bei der Inbetriebnahme noch von einem "Verlegungshubschrauber". Im letzten Jahr führte "Christoph 77" bereits bei 77,8 Prozent aller erfolgreich durchgeführten Einsätze die Einsatzart primär aus.

Ganz neu war der Ambulanzhubschrauber allerdings schon damals beim ADAC nicht gewesen. Für den für den Bereich Krankentransport aus dem Ausland charterte die ADAC Schutzbrief AG beim damaligen Exklusivpartner und heutiger ADAC Tochter – AERO Dienst Nürnberg – einen Bell Hubschrauber (mit Aufklebern des ADAC versehen). Das Hubschraubermuster Bell kam aus dem Grund zum Einsatz, der AERO Dienst hatte eine Bell-Vertretung. Folgt man der ADAC Motorwelt 04/81 sollte dieser "Ambulanzhubschrauber" ab Nürnberg hauptsächlich im Alpenland zum Einsatz kommen.

Doch zurück zum Jubiläum: Der "Christoph Hansa" wurde am 02.02.1990 in Betrieb genommen. Er ist seit jeher am Berufsunfallkrankenhaus in Hamburg-Boberg stationiert. In den letzten Jahren sind die Einsatzzahlen auf die bislang höchste der Stationsgeschichte – 1.799 im vergangenen Jahr – gestiegen. Von den Jahren 1990 bis 2009 flog Christoph Hansa insgesamt 19.045 Einsätze.

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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