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ADAC Luftrettung übernimmt RescueTrack

27.10.2008

Cottbus (BRB) ::  Die ADAC Luftrettung schließt ihre zahlreichen Rettungshubschrauber an das System "Rescue Track" an. Das berichtet die Abteilung Public Affairs. Mit der Technik können die Positionen der Helikopter während ihrer Flüge in der Leitstelle nachverfolgt werden. Tests in der integrierten Leitstelle Cottbus seien positiv verlaufen, heißt es.

DRF hatte das System erstmals eingeführt

"Ziel ist es, die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu optimieren und gleichzeitig Kosten im Rettungsdienst zu senken", erklärt Werner von Scheven, Vizepräsident für Technik des ADAC e.V., warum sich die ADAC Luftrettung dem von der – damaligen – Deutschen Rettungsflugwacht e.V. (DRF) eingeführten System anschließt.

Wissen die Disponenten der Leitstellen jederzeit, wo sich die Hubschrauber aufhalten, können sie diese gezielter in der Nähe ihrer aktuellen Position einsetzen.

Um die Abhängigkeit der Technik vom Betreiber DRF zu minimieren hatte diese das "Rescue Track" einem von der Luftrettung unabhängigen Unternehmen übertragen (rth.info berichtete). Die DRF bewirbt die Technik weiterhin auf Fachmessen etc.; der Erfolg lässt sich an den – laut ADAC – 150 Leitstellen ablesen, die schon die Technik nutzen können. Erste Tests der DRF waren in Villingen-Schwenningen gestartet.

ADAC koppelt Rescue Track mit Heli Map

Der ADAC nutzt Rescue Track in einer Symbiose mit dem Heli Map, das die ADAC Luftrettung mittlerweile einheitlich auf allen ihren Hubschraubern integriert hat. Dazu in der Pressemitteilung:

"Die Übertragung der Status- und Positionsmeldungen erfolgt über den Navigationsassistenten HeliMap, mit dem jeder Rettungshubschrauber der ADAC-Luftrettung ausgestattet ist. Das Gerät unterstützt den Piloten bei der Zielortbestimmung. Er kann das Ziel hausnummerngenau eingeben. Somit gewinnt er wertvolle Zeit und kann sich noch besser auf die äußeren Begebenheiten wie Wetter oder die Verhältnisse am Landeplatz konzentrieren. Die Verbindung von HeliMap der Firma EAE und dem RescueTrack-System, der Firma Convexis, ermöglicht dem Leitstellendisponenten die Hubschrauber noch effizienter einzusetzen. Somit können Patienten schneller versorgt und Leerflüge minimiert werden."

Zu Entwicklungs- und Testverlauf des Rescue Track lesen Sie bitte auch unsere Artikelchronologie zum Thema.

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Quelle(n):
ADAC Luftrettung, Pressemitteilung vom 27.10.08

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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