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Vorsicht bei Haustürwerbung für Luftrettung

27.08.2008

Bad Segeberg (SH) ::  Die Polizeidirektion Bad Segeberg weist darauf hin, dass "drei verdächtige junge Männer im Bereich der Südstadt unterwegs" gewesen seien. Dabei sei der Eindruck entstanden, die Männer von einer "Luftrettung-Service-Vermittlungs GmbH" seien für die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. tätig. Das jedoch soll nicht den Tatsachen entsprechen. Eine Straftat liege nicht vor, aber erhöhte Verwechslungsgefahr. Frau Tobies von der örtlichen Polizeidienststelle schrieb dazu in einer Erklärung:

"In diesem Zusammenhang wird noch einmal auf die Besonderheiten bei Türgeschäften, insbesondere des Widerrufsrechts innerhalb von 14 Tagen, hingewiesen."

Die Luftrettung ist in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand dubioser Werbeaktionen gewesen, bei denen sich mutmaßlich viele der Werber schlichtweg mit den vermeintlichen Spenden in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Werber in Niedersachsen für DRF unterwegs

Die DRF entsandte indes ab vorgestern Werber nach Bad Gandersheim und erklärte dazu am 22. August:

"Beauftragte der DRF [...] gehen ab kommendem Montag in Bad Gandersheim von Tür zu Tür, um über die Arbeit der DRF zu informieren und Förderer zu werben. Ingo Fricke, Monika Tindale und Michael Oldenburg sammeln an den Haustüren kein Geld, tragen Dienstkleidung und können sich ausweisen."

Weitere Details können Sie den Weblinks im Kontextbereich entnehmen.

Autor(en)
PPR

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Über rth.info und unser Themenspektrum

Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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