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DRF öffnet Rescue Track für andere Betreiber

17.07.2008

Filderstadt (BWÜ) ::  Es war ein großes Gesprächsthema auf vielen Messen, Kongressen und Luftrettungszentren in den vergangenen Monaten seit Anfang 2007: Die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) hatte ein System entwickelt, um die Flugrouten und aktuellen Positionen von Luftrettungsmitteln (Rettungshubschraubern und Intensivtransporthubschraubern) nachverfolgen zu können. Die DRF stellte dieses System sukzessive ca. 150 Leitstellen zur Verfügung. Ziel war, die Disposition der hochwertigen Luftrettungsmittel zu optimieren.

Um die Technologie anderen Luftrettungsbetreibern in Deutschland zugänglich zu machen, verkaufte die DRF "Rescue Track" jetzt an die Firma Convexis. Das berichtete die DRF in einer Pressemitteilung vom 14. Juli.

Die DRF zitiert zu den Hintergründen des Entschlusses ihren Geschäftsführer Steffen Lutz wie folgt:

",Rescue Track’ hat in den vergangenen zwei Jahren bewiesen, dass es die Versorgung der Patienten verbessert und die Luftrettung in Deutschland effizienter macht. Der große Erfolg des Systems hat dazu geführt, dass sich auch ADAC und Bundespolizei für ,Rescue Track’ interessieren. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Technologie an Convexis als neutralen IT-Dienstleister zu verkaufen. Damit können wir unsere Erfahrung den Luftrettern in ganz Deutschland zugute kommen lassen. Unabhängig vom jeweiligen Betreiber können Patienten damit bundesweit noch schnellere Hilfe bekommen."

Der Anzeigeradius von Rescue Track beträgt 150 km.

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PPR

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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