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Christoph 51: Absturzursache bleibt weiterhin unklar!

20.10.2005

Filderstadt (BWÜ) ::  Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart gestern mitteilte, ist die Ursache für den Absturz des Stuttgarter Hubschraubers am 28. September 2005 auch nach Abschluss der gerichtsmedizinischen Untersuchungen nicht geklärt.

Auszug aus der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 19.10.05:

"Zur Ermittlung des Unfallherganges hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Obduktion der sterblichen Überreste der vier Insassen und die Erstellung eines chemisch-toxikologischen Gutachtens angeordnet. Nach dem Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchungen kann von einer Störung der Handlungsfähigkeit des Piloten durch Medikamente oder Suchtstoffe nicht ausgegangen werden."

Technische Störungen an dem verunfallten Hubschrauber mit Kennzeichen D-HBBB waren bereits zuvor durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ausgeschlossen worden.

"Der tragische Absturz unseres Stuttgarter Hubschraubers bleibt für uns unfassbar. Was in den letzten Sekunden vor dem Unglück an Bord von Christoph 51 passierte, werden wir wohl nie erfahren. Gemeinsam mit den Hinterbliebenen bleibt uns nur die Trauer um vier ganz besondere Menschen, deren Verlust durch nichts zu ersetzen ist", erklärt Steffen Lutz, Geschäftsführer der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.).

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DRF

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Wir vom Nachrichtenmagazin rth.info berichten ehrenamtlich über Rettungshubschrauber, also notfallmedizinisch ausgerüstete und besetzte Helikopter, die im Rettungsdienst eingesetzt werden. Hubschrauber sind wertvoll als Rettungsmittel, da sie schnell, wendig und unabhängig vom Straßennetz sind. Ebenso dienen sie zum eiligen Transfer von Intensivpatienten zwischen Kliniken.

Für die Luftrettung besteht ein dichtes Standortnetz – sowohl von Rettungshubschraubern, als auch von Intensivtransport-Hubschraubern für den Interhospitaltransfer (siehe unsere Standortkarte). Die Standorte werden von staatlichen und nichtstaatlichen Betreibern unterhalten. Die ADAC Luftrettung stellt die meisten zivilen Rettungshubschrauber in Deutschland. Die DRF Luftrettung betreibt auch besonders viele Luftrettungszentren in Deutschland. Ihr Vorgänger war die Deutsche Rettungsflugwacht e.V. – bis zum Wechsel von Name und Rechtsform (2008). Weitere wichtige Betreiber, darunter das Bundesministerium des Innern mit seinen Zivilschutzhubschraubern, stellen wir hier vor.

Hubschrauber ergänzen den Rettungsdienst am Boden in medizinischen Notlagen. Sie sollen nicht den Bodenrettungsdienst ersetzen, da Rettungshubschrauber nicht allwetterfähig sind. Luftretter unterscheiden mehrere Einsatzarten. Die wichtigsten sind primäre Notfalleinsätze an einem Einsatzort und sekundäre Patiententransporte von einer Klinik zur anderen. In der Luftrettung kommt komplexe notfallmedizinische Technik zum Einsatz, die u.a. Anaesthesie, Chirurgie, Innere Medizin und Pädiatrie abdeckt.

"Helicopter Emergency Medical Services", kurz HEMS, ist die englische Bezeichnung für Luftrettungsdienst. Der Assistent des Notarztes wird daher als HEMS TC bzw. HEMS Crew Member bezeichnet. Zahlreiche Piloten verdienen in der Luftrettung ihren Lebensunterhalt – für viele Fans ein Traumberuf. Die Betreiber setzen viele Flugstunden und Erfahrung voraus.

Der aktuell bedeutsamste europäische Hubschrauberhersteller ist Airbus Helicopters mit seinen Baumustern H135, H145, und weiteren. Der US-amerikanische Hubschrauberhersteller Bell hat mit den Baumustern Bell 212, Bell 222, Bell 412, die Luftrettung mit geprägt, aber seit ca. 2010 Marktanteile an Airbus Helicopters verloren. Beschreibungen weiterer Hubschrauber-Hersteller finden Sie in unseren Typentexten.

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